Hallenbad im Schätzlerbad

Vorsitzender Rainer Sindersberger (an der Stirnseite) vom Förderverein "Unser Schätzler" und sein Team regen ein Hallenbad mit Synergieeffekt bei schlechtem Wetter an. Die Ehrengäste lobten die Bemühungen und Neuerungen um das Naherholungszentrum. Bild: Dobmeier

Es entsteht eine Schwimmhalle auf dem Gelände des Schätzlerbades als Ersatz für das in die Jahre gekommene Realschulhallenbad. Noch ist das nur eine Idee des Fördervereins "Unser Schätzler". Aber vieles spricht für diese Idee.

Es steht fest, dass das Realschulhallenbad in den nächsten fünf Jahren saniert werden muss. Deshalb sprudelte folgende Idee aus dem Förderverein "Unser Schätzler": Auf dem Schätzlerbadgelände soll eine Schwimmhalle als Ersatz für das sanierungsbedürftige Realschulhallenbad entstehen. Nutzen können es Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit. Fördergelder sollen dazu abgerufen werden und die Finanzierung nach dem PPP-Modell ähnlich der FOS erfolgen. Die Folge: Bei schlechtem Wetter könnten auch die Gäste des "Schätzlers" im Hallenbad schwimmen - ein klassischer Synergieeffekt komme zum Tragen.

Dies offerierte Rainer Sindersberger als Vorsitzender des Fördervereine "Unser Schätzler" bei der Jahreshauptversammlung auf der Terrasse des Schätzlerbades. "Die Diskussion, das Bad koste Geld, hat Wellen geschlagen", sagte Sindersberger und stellte klar, dass das zur Verfügung gestellte Geld der Stadt zweckgebunden für das Beckenbad verwendet wurde. Die Suche von Sponsoren gestaltete sich daraufhin schwierig, die meisten Firmen sagten ab. Aber der anwesende Christian Fehr vom gleichnamigen Sporthaus und die Firma Witron unterstützen mit Werbung und Kartenankauf für Mitarbeiter seit neuestem den Verein. Man wolle das zu Unrecht verloren gegangen Vertrauen zurückgewinnen: "Weil beim Schwimmverein läuft alles rechtens."

Segel selbst finanziert

Der Lärmschutzwall nimmt durch ständige Aufschüttung Gestalt an. Die im Verein engagierten Architekten arbeiten ohne Entgelt für die gute Sache bei Gestaltungsfragen im "Schätzler" mit. Der Verein will die "Vision Schätzler 2020" weiter verwirklichen. Die sanierte Gaststätte ist nun ganzjährig sowie abends geöffnet. Das Sonnensegel finanzierte die Pächterin. Konzerte, das Hundeschwimmen und die Ostereiersuche für Familien kamen gut an. Auch die Fitness-Wies'n lockt weiter viele zum Sport ins Bad.

Sindersberger dankte seiner Vorstandschaft, besonders Bademeister Klaus Kunz, der sich seit 1995 engagiert und als zweiter Vorsitzende ehrenamtlich beim Förderverein wirkt.

Der Vorsitzende erinnerte an den Grund der Installation des Fördervereins. Sie bedeutete eine Ersparnis von bis zu 13 000 Euro durch passive Mitglieder, die nicht mehr dem BLSV gemeldet werden müssen. Viele der Mitglieder sind Fans des "Schätzler" und diese Gelder kommen jährlich dem Bad zugute. Das Gedenken galt dem kürzlich verstorben Hans Hopf, der mit seiner Gattin häufig im Bad war. Die Protokollführung des Schriftführers Alexander Weiß übernimmt zur Mitgliederversammlung die Bürokraft.

Stadträtin Dr. Sema Tassali-Stoll (SPD) überbrachte als begeisterte Schätzlerbadbesucherin gern die Grüße des Oberbürgermeister. Zudem lobte sie die Arbeit und das schöne Bad. Hans Forster möchte die Idee des Hallenbades mit verwirklichen. Von den Grünen gewann Fraktionsvorsitzender Karl Bärnklau neue Erkenntnisse durch die SV-Finanzdiskussion: So würden die Gelder beim SV bewusst eingesetzt werden. Er wünschte viel Erfolg bei weiteren Aktionen.

Geringere Zuschüsse

SV-Vorsitzender Reinhard Meier dankte Fördervereinsvorsitzendem Rainer Sindersberger und dem Team für die Arbeit. Er wies auf Erhebungen des Städtetages hin, wonach Kommunen für ein Freibad sechs bis zehn Euro pro Besucher zuschießen müssen. In Weiden lag der Betrag bei 3,80 Euro bei 142 000 Besuchern im verregneten letzten Sommer.
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