Haltestelle "Hirschauer Stückl"

Die CSU-Weiden-Ost möchte Bushaltebuchten, um den fließenden Verkehr in beiden Richtungen nicht zu behindern. Die Realität sieht heute noch anders aus. Die neue Haltestelle sorgt dafür, dass es zu langen Staus kommt. Bild: Dobmeier

Kein gutes Haar lässt die CSU Weiden-Ost an der neuen Bushaltestelle bei der FOS/BOS. Die Stadträte sprechen von einem "Hirschauer Stückl". Der Bus steht nämlich auf der Straße, blockiert den Hetzenrichter Weg, was in den Stoßzeiten zu langen Rückstaus führt.

Das Fiasko produzierte der Stadtrat bereits vor drei Jahren, betonte CSU-Ortsvorsitzender und Stadtrat Hans Forster. Damals wurde der Bau der Campus-Allee "mit integrierter Haltestelle" beschlossen. Der Bau der Haltestelle erfolgte nach aktuellem Stand der Technik, die auch das Planungsbüro Baier im Verkehrsgutachten so vorsah. Da kein Auto den überholen könne, werde die Sicherheit der Schüler erhöht.

Soweit die offizielle Begründung. Stadtrat Alois Lukas betonte, dass er immer gegen diese Art der Haltestellen war, da sie den fließenden Verkehr behindere: "Ein Ärgernis und Hindernis." Eine Schülerin schilderte, dass mittags das Chaos ausbreche, wenn zu den Bussen der Schülerverkehr aus dem FOS-Parkplatz geballt dazustoße.

Nur 30 Sekunden warten

"Wir müssen für die Zukunft umdenken", forderte Busunternehmer Wolfgang Wies von den Autofahrern. Es wäre ein Rückschritt, die Haltestelle wieder zu ändern. Er vertrat die Ansicht, dass sich die Sache eingependelt habe. Die Schüler bräuchten nur 30 Sekunden um auszusteigen. Das Einsteigen dauere etwas länger. Eine Weidenerin widersprach: Die Situation habe sich keineswegs entspannt. Oft genug sei der Hetzenrichter Weg dicht, ein Einfahren von der Leuchtenberger Straße unmöglich.

Alois Lukas forderte, dass die Busse seitlich ausweichen und die Fahrbahn freigeben müssten. Die Busnutzer könnten den Seitenstreifen benutzen. Die Bedeutung des Hetzenrichter Weg für den Fluss des innerstädtischen Verkehrs zeigte sich bereits in der langen Bauphase der Bushaltestelle. Autofahrer, die von der Ostmarkstraße kamen, mussten als Linksabbieger zur Süd-Ost-Tangente morgens oft bis zu 20 Minuten warten, weil die Rechtsabbieger vom Postkeller die Vorfahrt hatten.

Tangente ausgelastet

"Wie soll die Süd-Ost-Tangente erst den Verkehr aufnehmen, wenn in der Sedanstraße ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen soll?", fragte Alois Lukas. "Schon jetzt stauen sich die Autos zurück bis in die Hauptstraßen."
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