Haus-Macht beweist Stärke

Beratung sei die große Stärke des Haus- und Grundbesitzervereins, erklärte Vorsitzender Willibald Härning (Dritter von rechts). Aktuell informierten Kaminkehrermeister Johannes Aigner (Zweiter von links), Energieberater Alfred Würfel (Vierter von links) und Notarin Dr. Claudia Greipel (Zweite von rechts) über Neuerungen und anderes Wissenswertes. Ferner im Bild Vorstand, Sekretärinnen und Berater. Bild: Kunz

"Bei uns steht eines im Mittelpunkt: Beratung, Beratung, Beratung." Das erklärte Vorsitzender Willibald Härning in der Jahreshauptversammlung des Haus- und Grundbesitzervereins. Und auch in der gab's vor allem eines: Beratung.

"Es ist nicht einfach, es ist ein Zeichen von Verantwortung. Ich rate Ihnen, machen Sie sich noch Gedanken, so lange Sie gesund sind." Das riet Notarin Dr. Claudia Greipl zur Vorsorgevollmacht, über die sie bei der Jahreshauptversammlung des Haus- und Grundbesitzervereins Weiden referierte.

Der Gustav-von-Schlör-Saal platzte am Mittwochabend aus allen Nähten. Es mussten zusätzliche Tische und Stühle aufgestellt werden. Mehr als 300 Mitglieder interessierten sich für die Ausführungen der Expertin. Unfall, Krankheit, vor allem Altersschwäche könnten jeden in eine hilflose Lage bringen, sagte Greipl. Für diese Fälle wolle man Gewissheit haben, dass die Regelung der eigenen Angelegenheiten in vertrauenswürdigen Händen liege.

Vom Gericht bestellt

Vielfach unbekannt sei aber, dass weder der Ehepartner noch die eigenen Kinder in solchen Situationen das Recht hätten, in Vermögensangelegenheiten oder persönlichen Fragen, wie ärztliche Maßnahmen oder Heimunterbringung, zu entscheiden. Dann nämlich, wenn die Betreuung durch einen vom Gericht bestellten Betreuer erwirkt werde. Eingehend beleuchtete die Juristin Maßnahmen, wie Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht, Patientenverfügung oder Testament. In all diesen Angelegenheiten stünden auch Notare, natürlich gegen entsprechendes Honorar, zur Hilfe bereit.

Zuvor hatte Vorsitzender Willibald Härning die Vorzüge des Vereins geschildert. Das umfangreiche Beratungsangeboten reiche von den Bereich Recht über Energie bis hin zur Steuer. "Beratungen sind unsere Stärke", sagte Härning. Gleichzeitig betonte er die überregionale Bedeutung des Vereins. So habe Rechtsanwalt Lutz Freiherr von Hirschberg das neue Mietrechtsänderungsgesetz positiv beeinflusst. "Wir haben sogar ein Dankesschreiben der zuständigen Ministerin erhalten."

Der Verein habe sich - allein auf weiter Flur - mit einer Unterschriftenaktion gegen die Starkstromtrassen stark gemacht. Die Region laufe nämlich Gefahr, dass die Trassen entlang der A 93 gebaut werden. In dieser Angelegenheit habe Härning eine halbe Stunde lang mit der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner telefoniert. Die Gefahr sei noch nicht vom Tisch. "Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist erbarmungslos." Architekt und Energieberater Alfred Würfel sprach über die Dämmung von Gebäuden. Am Ende stellte er eine Kostenerfassung auf. So beliefen sich die Dämmungsaufwendungen an der Fassade auf 130 Euro pro Quadratmeter. Günstiger sei der Bodenspeicher. Hier lägen die Kosten bei 50 Euro.

Rauchmelder nachrüsten

Kaminkehrermeister Johannes Aigner schilderte die Nachrüstungspflicht von Rauchmeldern. Die Melder müssten bis spätestens 2017 in allen Wohngebäuden installiert sein. Aigner beleuchtete die Kriterien. Der dahintersteckende Sinn: "Dass man das Haus nachts verlassen kann, wenn sich der Rauchmelder einschaltet." Aigner empfahl Zehnjahres-Rauchmelder, weil hier der Batterieverbrauch geeigneter sei.
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