Hausbau auf dem Tierfriedhof

Das Funktionsgebäude ist längst nicht fertig. Tierfreunde besichtigten jetzt den Bau auf dem Tierfriedhof, auf dem mittlerweile 225 Hunde, Katzen und Kleintiere beerdigt sind. Rechts Stadtrat und Tierfriedhof-Fördervereins-Chef Josef Gebhardt. Bild: hcz

Noch vor vier Jahren stand auf dem völlig verwilderten städtischen Grundstück zwischen Waldfriedhof und Autobahn eine verfallene Hütte. Jetzt ist ein schmuckes kleines Häuschen daraus geworden. Und - im Gegensatz zu früher - ist es sogar genehmigt.

Das Häuschen ist im Bebauungsplan eingetragen und amtlich vermessen. Das Grundstück mutierte zu einem gepflegten Park. Das alles haben die Aktiven des Tierfriedhof-Fördervereins mit Vorsitzendem Josef Gebhardt geleistet. Jetzt besichtigte die Vorstandschaft zusammen mit mehreren interessierten Mitgliedern das Gelände.

Sanft geschwungene Wege durchziehen das parkähnliche Areal mit liebevoll gepflegten Gräbern und reichlich Blumenschmuck. In den Bäumen zwitschern die Vögel. Am großen Teich hat sich ein Entenpärchen angesiedelt. Wolf-Dietmar Beuttel füttert sie täglich bei seinen Kontrollgängen. Eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein. Von hier aus ist auch ein großer Stein mit der Aufschrift "Tierfrieden" zu sehen. Ein Grab, gleich am Eingang des Tierfriedhofs, ist die letzte Ruhestätte der kleinen "Alexandra". Das Hündchen wurde von ihren Besitzern "wie Müll entsorgt", von Tierschützern gerettet. Es überlebte jedoch nicht. Nur zwölf Tage Leben waren dem kleinen Tierchen gegönnt. (Der NT berichtete).

Viele weitere Gräber zeugen von der Liebe ihrer Besitzer zu ihren langjährigen tierischen Gefährten. 225 Hunde, Katzen und Kleintiere sind mittlerweile auf dem Tierfriedhof beerdigt, berichtete Vorsitzender Gebhardt, der zusammen mit Gattin Helga fast immer die Grabungsarbeiten übernimmt. Auch zwei Urnengräber gibt es.

Das Projekt "Hütte" werde, bei ursprünglich geschätzten 5000 Euro, wahrscheinlich 15 000 Euro kosten, so Gebhardt. Ein aufwendiger Dachstuhl mit wetterfester Bedachung sowie neue Fenster und Türen seien teurer geworden als geplant. Zurzeit verlege Rudi Pieleck die Elektroinstallation. Dann kämen die Fliesenlegerarbeiten. Für den Außenputz werde aber das Geld heuer nicht mehr reichen, auch wenn die Mitglieder alles selbst machen würden.

Benötigt werde das Häuschen, wenn tote Tiere witterungsbedingt oder aus anderen Gründen nicht sofort beerdigt werden könnten. Auch ein kleiner Aufenthaltsraum für die Arbeitstrupps ist vorhanden - und natürlich ein Geräteabteil.
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