Haushaltsberatung: Stühle, Tische, Jugendcafé, Tourismus und Kunst als Themen
Vorbeugen durch geradestehen

Der Weihnachtsmarkt in Annaberg-Buchholz. Auch hier fehlt der Schnee. Dafür scheint die Sonne auf das 25-jährige Partnerschaftsjubiläum, das die sächsische Gemeinde und Weiden 2015 feiern können. (Bild: Karin Wilck)

Die Themen bei den Haushaltsberatungen sind äußerst vielfältig. Sie reichen von den Schulen bis zum Straßenbau, von der Kultur bis zum Bahnhof. Nicht über alles wird lange diskutiert. Trotzdem erfahren wir, warum die Max-Reger-Halle ein "Auge" hat und der OB einen Stehtisch bekommt.

Wer fast täglich über Stunden am Schreibtisch sitzt, weiß oft ein schmerzhaftes Lied zu singen: der Rücken ... Aus Gründen der Gesundheitsfürsorge setzt Oberbürgermeister Kurt Seggewiß ab kommendem Jahr auf einen Arbeits-Stehtisch. Auch seine Mitarbeiter im Vorzimmer sollen vorbeugen, indem sie öfter geradestehen. Im Haushalt sind insgesamt 3000 Euro eingesetzt.

Stühle weit unten

Um Tische und Stühle geht's auch in der Mehrzweckhalle am Langen Steg. Da hat's schon den einen oder anderen auf den Hosenboden gesetzt. Erneuert werden die 1700 Stühle und 200 Tische aber nicht. 177 727 Euro würde die Aktion kosten. So teuer, dass sie SPD-Fraktionschef Roland Richter bei der Dringlichkeit "ziemlich weit unten" ansiedelt. Weiter oben finden sich die 40 Jahre alten Tische und Stühle im Sportzentrum Rothenstadt. Sie sollen für 20 000 Euro ersetzt werden.

Offen ist noch die Zukunft des Schülercafés "Scout". Die Pacht für die Räume an der "Allee" läuft Mitte 2015 aus. Derzeit wird überlegt, wie es weitergehen soll. Möglich scheint eine Verlagerung in die neue Volkshochschule in der alten FOS/BOS.

Konferenz in Weiden

Im nächsten Jahr feiern Weiden und Annaberg-Buchholz ihre 25-jährige Städtepartnerschaft. Die meisten Veranstaltungen gehen dabei in Sachsen über die Bühne. Allerdings richtet Weiden eine internationale Städtepartnerschaftskonferenz aus.

Im Tages- und Städte-Tourismus hatte Weiden zuletzt stark aufgeholt. Die Städte sahen aber hier eine Möglichkeit, Werbeansätze zu kürzen, insgesamt von 80 000 auf nur noch 25 000 Euro. Eine touristische Website lässt sich damit kaum weiterentwickeln.

Das also ging ins Auge. Ein solches gibt es auch in der Max-Reger-Halle. Es liegt am Boden, Teil eines Kunstwerks, dass sich im Treppenbereich vom Unter- zum Erdgeschoss befindet. Schon seit Anfang an ist es beschädigt, durch einen Gegenstand, den jemand herabfallen ließ. Der "Täter" wurde nie ermittelt. Jetzt wird das "Auge" durch immer schärfere Kanten vor allem für Kinder zur Gefahr. Der Künstler soll es für 12 000 Euro reparieren.
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