Heimatring erkundet die Fremde

Vor der Mauer der Burg Trausnitz oberhalb der Landshuter Altstadt stellten sich die fast 100 Teilnehmer des Heimatring-Jahresausflugs zum Erinnerungsfoto auf. Bild: Dobmeier

Es ist die heimlich Landeshauptstadt Bayerns, die 100 Gäste aus über 40 Vereinen der Stadt beim Ausflug des Heimatrings besucht haben.

Die Stadt, die einst die Wittelsbacher Herzöge als Hauptstadt Bayerns vorgesehen haben, heißt Landshut. Im Jahr 1204 gründete Herzog Ludwig I. der Kelheimer die Stadt. Sie sollte das Land hüten, daher rührte auch der Name der Niederbayernmetropole. Drei Hüte im Stadtwappen beziehen sich darauf. Heute leben 68 000 Einwohner in der Stadt an der Isar, und die Altstadthäuserzeile bildet das Zentrum.

Das und mehr - vor allem auch über die Burg Trausnitz oberhalb der Landshuter Altstadt - erfuhren die 100 Gäste beim Heimatring-Jahresausflug. Vorab hatten Vorsitzender Günther Magerl und Bertram Schlosser die Reise erkundet. Zusammen mit Norbert Uschald begleiteten sie die Gäste in den beiden Bussen.

Die Burg Trausnitz war laut Stadtführerin ein Vierteljahrtausend Residenz und Regierungssitz. Zudem erklärte sie: Die Stadt wird alle vier Jahre Schauplatz der "Landshuter Hochzeit", dem größten europäischen Schauspiel mit 2500 Mitwirkenden, für die es eine Ehre ist mitzuspielen. In der Burg waren Kunst- und Wunderkammern mit Unikaten sowie exotischen Tieren zu bewundern.

Diese Sammlungen der Wittelsbacher aus dem 16. Jahrhundert gelten als Vorläufer der heutigen Museen. Jedoch zerstörte ein Großbrand 1961 einen großen Trakt der Burg, der aufwendig rekonstruiert wurde. Der gutbürgerliche Mittagstisch fand in der Tafelwirtschaft Schönbrunn statt.

Im Anschluss besuchten die Ausflügler die Stadtresidenz, die als Renaissancepalast italienische Baukunst verkörpert. Das Rathaus inmitten der durch den Krieg verschonten Prachtstraße mit schmucken Giebeln der Bürgerhäuser stellt auch heute noch den Mittelpunkt des Landshuter Stadtlebens dar. Im Rathausprunksaal beeindruckten die großformatigen Wandgemälde mit Szenen aus der "Landshuter Hochzeit".

Vor der Heimreise besichtigten die Weidener die Basilika St. Martin und genossen in einem Straßencafé das Leben in Landshut.
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