Hellwach aus dem Winterschlaf

Michael Riester und seine Mitspieler von der SpVgg SV Weiden möchten zu gerne einen Sieg über die SpVgg Ansbach bejubeln. Bild: A. Schwarzmeier

Die Fußball-Bayernliga Nord erwacht aus dem Winterschlaf: Am Wochenende steht für die 18 Vereine der erste reguläre Spieltag nach einer 15-wöchigen Pause auf dem Terminplan. Die Spannung vor allem an der Tabellenspitze könnte kaum größer sein.

Man muss kein Prophet sein: Das Rennen um die Meisterschaft dürfte in der Bayernliga Nord zu einem Kampf auf Biegen und Brechen geraten. Mit der SpVgg SV Weiden (1. Platz/22 Spiele/45 Punkte), dem FC Amberg (2./22/43), dem TSV Großbardorf (3./21/43) und dem SV Viktoria Aschaffenburg (4./22/43) bewerben sich gleich vier Vereine um den direkten Regionalligaaufstieg respektive den zur Teilnahme an der Relegation berechtigenden zweiten Tabellenplatz. Wer zum Wiederauftakt nicht hellwach ist, könnte bereits vorentscheidend an Boden verlieren.

SpVgg-SV-Trainer Christian Stadler weiß um die Gefahr eines Fehlstarts. In den letzten Trainingseinheiten wurde er nicht müde, seine Spieler auf die Heimpartie gegen die SpVgg Ansbach (14./21) einzuschwören. Stadler weiß: Die Mittelfranken stecken nicht nur im Abstiegskampf fest, sondern sind eine sehr unangenehm zu spielende Mannschaft. Wie unangenehm, bekam der Tabellenführer in der Vorrunde zu spüren. Nach einem 0:1-Rückstand mühten sich die Oberpfälzer gerade noch zu einem 2:1-Zittersieg.

Fast schon zu rosig verlief die Vorbereitung beim FC Amberg. Die Testspielphase wurde mit zwei überzeugenden Siegen gegen die Regionalligisten SpVgg Greuther Fürth II (2:0) und den 1. FC Schweinfurt (6:0) abgeschlossen. Was diese Erfolg wert sind, muss sich beim FSV Erlangen-Bruck (15./21) zeigen. Alles andere als ein Amberger Dreier wäre eine Riesenüberraschung. Während das Oberpfälzer Spitzenduo zumindest auf dem Papier die etwas leichteren Aufgaben vorgesetzt bekommt, müssen sich die unterfränkischen Titelanwärter nach der Decke strecken. Der SV Viktoria Aschaffenburg bekommt es mit dem unberechenbaren SSV Jahn Regensburg II (6./37) zu tun, der TSV Großbardorf wird vom SC Eltersdorf (7./35) nichts geschenkt bekommen.

Die DJK Ammerthal (16./17) hat in der Winterpause seinen Kader neu aufgestellt. Neun Spieler verließen den Vereine, acht Neue kamen hinzu. Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf die Nichtabstiegszone. Das Kellerduell gegen den TSV Neudrossenfeld (17./16) muss zeigen, ob die in Ammerthal verbreitete Zuversicht mehr als nur Zweckoptimismus ist.

23. Spieltag

Samstag, 7. März, 15 Uhr: SpVgg Jahn Forchheim - SV Alemannia Haibach (0:0), SpVgg SV Weiden - SpVgg Ansbach (2:1), TSV Großbardorf - SC Eltersdorf (0:1), SpVgg Bayern Hof - SV Memmelsdorf (1:1), SV Viktoria Aschaffenburg - SSV Jahn Regensburg II (2:1), VfL Frohnlach - TSV Aubstadt (3:3). 16 Uhr: SV Erlenbach - Würzburger FV (1:2). Sonntag, 8. März, 15 Uhr: DJK Ammerthal - TSV Neudrossenfeld (3:3), FSV Erlangen-Bruck - FC Amberg (0:3)
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