Hightech für Mensch und Tier

Mehrere tausend Besucher erwartet das Agrarzentrum Almesbach am Sonntag zum Tag der offenen Tür. Die Einrichtung präsentiert sich dabei als großes Schaufenster der heimischen Land- und Forstwirtschaft.

Weiden. (fz) Gemeinsam mit Behörden, verschiedenen Institutionen und Firmen informiert Almesbach Verbraucher und Fachpublikum über umweltschonende, tierfreundliche und verbraucherorientierte Nahrungsmittelproduktion. Der Tag der offenen Tür steht unter zwei Leitmotiven: "Verantwortungsvolle Tierhaltung" und "Ressourcenschonende Energiegewinnung".

Tier im Mittelpunkt

"Bei uns steht das Tier im Mittelpunkt, wenn man von verantwortungsvoller Tierhaltung spricht", sagt der Leiter des Agrarzentrums, Helmut Konrad. Das reiche von artgerechter Haltung bis hin zur Verantwortung gegenüber dem Verbraucher, der qualitativ hochwertige Lebensmittel - wie Fleisch und Milch - erwarte.

Als Lehrbetrieb gebe Almesbach den Landwirten zudem Anregungen. "Wenn wir schon ausbilden, dann müssen wir das auch beispielgebend tun", sagt Konrad. Das Agrarzentrum beherbergt drei Ausbildungsinstitute: das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchviehhaltung, die Höhere Landbauschule und das Förderzentrum für Landwirt- und Hauswirtschaft. Jährlich sind 500 Auszubildende aller Qualifikationsstufen aus ganz Bayern in Almesbach.

Zweiter Schwerpunkt ist die erneuerbare Energie. Das Agrarzentrum ist durch den Bau einer Hackschnitzelheizanlage, den Einstieg in Photovoltaik und den Neubau der Biosgasanlage, die täglich die Energie von 500 Liter Heizöl produziert, energetisch autark im Gebäudebereich. Zudem wird Rapsöl für den Betrieb der Schlepper hergestellt. Die gesamte Energieproduktion des Standortes Almesbach beträgt 130 Prozent des Bedarfs.

Der Tag der offenen Tür am Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit dem Festgottesdienst, den Kaplan Thomas Hösl zelebriert. Anschließend geben bäuerliche Organisationen und Firmen einen Überblick über artgemäße Tierhaltung, gentechnikfreie Fütterung, arbeitswirtschaftliche Optimierung in der Rinderhaltung, Tierschutz, Boden- und Gewässerschutz.

Die Bildung in der Land- und Hauswirtschaft steht ebenso auf dem Programm. Besonderer Schwerpunkt sind die erneuerbaren Energien. Die Anlagen zur Energieerzeugung und -speicherung sowie die technische Steuerung des Landmanagements können besichtigt werden.
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