Hilfe "nicht unbegrenzt"

Die Geehrten mit MdB Reiner Meier und den Vorsitzenden der Ortsvereine Stockerhut, Bahnhof, Lerchenfeld und Weiden-Süd Nikola Vranjes, Steffen Ilg, Michael Bihler und Susanne Volkmer. Bild: Kunz

CSU-Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer beschrieb die Atmosphäre, die beim Landesparteitag der CSU in München beim Auftritt von Bundeskanzler Angela Merkel herrschte, als "skurril". "Es war schon eine etwas andere Begrüßung. Man hat gemerkt, dass viele Mitglieder mit sich ringen mussten." Viele hätten nicht geklatscht. Andere schon.

Weiden. (uz) Hier hätten allerdings nicht Ministerpräsident und Bundeskanzlerin als Protagonisten reagiert, sondern die beiden in ihren jeweiligen Funktionen als Parteivorsitzende, unterstrich Gollwitzer bei einer Jubilarehrung der Ortsverbände Bahnhof, Lerchenfeld, Stockerhut und Weiden-Süd im "Cafe Mitte".

Was man bei einer Beurteilung der Situation auch berücksichtigen müsse. Trotzdem gab Alois Schröpf zu bedenken, dass es sich um einen "Ehrengast" gehandelt habe, mit dem man nicht so hätte umspringen dürfen. Fraktionschef Wolfgang Pausch, der ebenfalls als Delegierter dabei war: "Man muss das Flüchtlingsthema so gestalten, dass es für die Gesellschaft zu tragen ist." Und die Obergrenze - "oder das Kontingent, was ja letztlich das gleiche ist" - sei das wichtigste Thema des Parteitages gewesen. "Demokratie ist nicht einfach. Aber, dass nur einer entscheidet, das hatten wir schon einmal und das will keiner von uns mehr."

Die Tatsache, dass Seehofer - warum auch immer - nur 87 Prozent der Stimmen erhalten habe, würde bei anderen Parteien, wo Vorsitzende gerade mal auf 60 Prozent kämen, zu Jubelstürmen gereichen. In seinem Vortrag ging Pausch zudem auf die Eröffnung der Allee-Tiefgarage, die Gestaltung des Adolf-Kolping-Platzes und das "nach 30 Jahren längst überfällige" Organisationsgutachten bei der Stadtverwaltung ein.

Weitere Themen waren das Erstaufnahmelager Mehrzweckhalle, der baldige Bezug der neuen Container in der Gemeinschaftsunterkunft "Camp Pitman" sowie die Schulpflicht von unbegleiteten Jugendlichen in der Berufsschule. "Insgesamt werden wir bis Ende des Jahres in dieser Stadt 800 Menschen beherbergen müssen." Pausch forderte eine "Obergrenze": "Wir können das nicht unbegrenzt leisten."

MdB Reiner Meier referierte über seine Arbeit in Berlin. Die Anschläge von Paris hätten nicht nur Frankreich erschüttert, sondern ganz Europa. "Wir fühlen uns als Deutsche mit unseren französischen Freunden aufs Engste verbunden." Als Gesundheitspolitiker machte der MdB sein Faible für den Erhalt der Nordoberpfälzer Krankenhausstruktur deutlich. Bei den jüngsten Verhandlungen mit der SPD habe er durch sein massives Auftreten alle CSU-Positionen durchgesetzt. "Ich habe für den Krankenhausverbund Weiden viel Geld herausgeholt." Wer neue Pflegekräfte einstelle, werde auch belohnt.

Ehrungen gab es für langjährige Mitgliedschaft: 55 Jahre Karlheinz Müller, 50 Jahre Anton Summer, 45 Jahre Hans Sperrer, Luise Sperrer, Heribert Stock, Heinz Heindl, Hermine Sterl und Josef Sertl, 40 Jahre Elisabeth Schröpf, Gabriele Schmidkonz, Helmut Plail, Peter Gach und Karl-Heinz Seegerer, 35 Jahre Werner Ertl, 30 Jahre Helmut Walbrunn, Jürgen Zeinz, Thomas Kellermann, Walter Kellermann und Klaus Georg Bär, 25 Jahre Wolfgang Pausch und Barbara Friedrich, 20 Jahre Roland Steger, Michael Bihler und Maximilian Winklmann, 15 Jahre Dr. Barbara Strobel, Helene Obst, Oliver Höllerer, Willibald Härning und Martina Siller, 10 Jahre Gertrud Riedel, Barbara Zwick-Ströll, Georg Schönberger, Josef Heining, Karl Fleischmann, Maria Renner, Jürgen Götz, Hana Kick, Heidemarie Heigl, Ryszard Bylinski, Mario Englhardt, Maria Renner und Alice Vesperova.
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