Hitzeschlager

Wir befinden uns auf der einzig wahren Ü30-Party des Jahres 2015. Gemeint sind natürlich die Temperaturen, und DJ Petrus hat alte Schlager wie "Wann wird's mal wieder richtig Sommer" tunlichst von der Playlist verbannt. Mehr Sommer als derzeit ist in unseren Breiten nämlich kaum möglich - und das geht dann schon wieder so weit, dass dem einen oder anderen ein "Schneewalzer" näher läge als "In the Heat of the Night".

Der bundesweite Allzeitrekord von 40,2 Grad ist vor allem am morgigen Samstag in Gefahr, nicht in der Oberpfalz, aber ob wir nun bei 37 Grad triefen oder bei 40, ist auch schon herzlich egal. Den Unterschied spürt man eh kaum noch. Was sich nun ändert, ist die zunehmende Schwüle. Durch das kräftige Hoch gibt es zwar nur vereinzelt Hitzegewitter, wenn sich ein solches aber in der höchst energiereichen Luft mal durchsetzen kann, ist das gleich, als würde man eine geladenes Maschinengewehr abfeuern.

Heute bleibt es sonnig, trocken und heiß. Die Hitze steigert sich, und die Ankunft der deutlich schwüleren Luft macht sich nachmittags durch ein paar harmlose Schleierwolkenfelder bemerkbar. Diese hindern die Sonne aber kaum, und so bleibt die Sonnenbrandgefahr extrem hoch.

Die Temperaturen erreichen 32 Grad in Freihung, 33 in Edelsfeld und 34 in Kümmersbruck. Trocken und klar geht's in die Nacht, erst zum frühen Morgen kühlt es auf 18 Grad in den Städten und 15 auf dem freien Land ab.

Auch der Samstag ist sonnig und trocken, dazu gesellen sich dekorativ ein paar Schleier- und Schönwetterwolken, deren Schatten aber sehr begrenzt ausfallen dürfte. Weiter brüten ist angesagt, und dazu macht's die Schwüle immer unerträglicher. Maximal gibt's 32 Grad in Illschwang, 34 in Vilseck und 35 in Ensdorf. Die Nacht zu Sonntag bleibt warm bei 21 bis 16 Grad.

Mit dem Sonntag kommt der Höhepunkt der Hitze. Es weht nur wenig Wind, die Sonne knechtet uns den ganzen Tag, und nur vereinzelt sind zum Abend und in der Nacht punktuelle Hitzegewitter denkbar. Sehr wahrscheinlich sind diese allerdings nicht, wenn es aber irgendwo mal losgeht, dann drohen gleich Sturmböen, großer Hagel und intensive Blitzschläge. Überall wird geschwitzt, bei 35 Grad selbst auf den Höhen um Auerbach, bei 36 Grad in Sulzbach-Rosenberg und bei 38 in der Amberger City.

Am Montag drohen neben Sonnenschein in schwüler Hitze auch einzelne, teils schwere Gewitter, ohne aber nachhaltige Abkühlung zu bringen. Am Dienstag ist es erneut drückend, sonnig und heiß, erst am Mittwoch gibt es Gewitter und Unwetter, die für zwei Tage etwas frischere Luft bringen. Am Wochenende geht's aber wohl schon wieder steil bergauf. In Temperaturen ausgedrückt: 31 bis 36 Grad bis Mittwoch, danach kurzzeitig nur um 24, am Wochenende wieder bis 33. Der Sommer kam, um zu bleiben.
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