Hobbygärtner blühen auf

63 Jahre alt - und noch immer nicht welk: Der Blumenschmuckwettbewerb steht noch immer in schönster Blüte. Neuerdings läuft er unter verschärften Bedingungen. In jeder Kategorie gibt es nur noch einen Hauptpreis.

Den Blumenschmuckwettbewerb riefen 1951 der Oberpfälzer Waldverein sowie der Obst- und Gartenbauverein ins Leben. Seit 1961 läuft er unter der Federführung der Stadtverwaltung und der Stadtgärtnerei, seit sechs Jahren ist die Abteilung Bauhof und Gärtnerei zuständig. Gartenmeister Thomas Huber stellte bei der Siegerehrung im Gustav-von-Schlör-Saal die Bewertungskriterien vor: vom "Ausnutzungsgrad der Anbringungsmöglichkeiten" und der Farbzusammenstellung über die Nah- und Fernwirkung bis hin zur Anbringung in Pflanzgefäßen, dem Wachstumsstand oder Blütenreichtum. "Um es etwas gerechter zu handhaben, wird heuer der Hauptpreis jeder Kategorie erstmals nur einmal vergeben", erklärte Huber. "Sollte der selbe Teilnehmer in einer weiteren Kategorie glänzen, fällt der Preis an den nachfolgenden."

45 Teilnehmer

Unter dem Motto "Blühendes Weiden" hatten sich 45 Weidener beteiligt, meist Stammteilnehmer, die schon seit Jahrzehnten mit Eifer dabei sind. Aber es kommen auch jährlich neue Blumenliebhaber dazu - heuer immerhin acht. Bürgermeister Lothar Höher begrüßte die Teilnehmer, die in den drei Kategorien Einzelfenster, Balkon und Vorgarten angetreten waren. Jeder konnte in zwei der drei Bewertungsgruppen mitmachen. Höher dankte den beiden Jury-Gruppen, die sich aus Stadträten, Gärtnern, Mitgliedern des Haus- und Grundbesitzerverein sowie des Verbandes Wohneigentum zusammensetzten. "Persönlich Hand an die Blumen zu legen, alles schöner zu machen, heißt für alle, Leistung und viel Engagement zu erbringen."

"Boggie und seine Freunde" unter Leitung von Reinhold Wildenauer begleiteten den Abend musikalisch. Eine Bilderpräsentation zu Garten, Fenstern und Balkonen fertigte Gärtnermeister Thomas Huber. Gärtnerobermeister Andreas Gloßner lobte die Gewinner: "Wir hängen unser Herzblut in die Anzucht und Ableger und sind überrascht und stolz, was die Blumenliebhaber daraus machen. Das ist enorm. Bitte bringen Sie auch neue Ideen ein, machen Sie Werbung bei den Nachbarn, dann sind auch wir Gärtnereien gefordert. Wir werden auf Sortenschauen neue Züchtungen suchen, aber auch Bewährtes weitergeben."

Den Preis für neue Ideen, Gestaltungsmöglichkeiten und Anordnungen erhielt Barbara Zeidler für ihre Anlage und die Gestaltung des Gartens. Die Urkunde und einen Geldpreis überreichte Baudezernent Hansjörg Bohm. In der Kategorie Fenster holte sich Ursula Schreiner mit 759 Punkten den ersten Preis und damit einen Warengutschein über 100 Euro. Zweite wurde Monika Ochs (752) mit 50 Euro. Den dritten Platz belegte Tina Pausch-Kagerer (730), sie erhielt einen 25-Euro-Gutschein. Die weiteren Teilnehmer erhielten Blumenpreise.

Schönster Vorgarten

In der Kategorie Balkon siegte Familie Stehbach/Biersack mit 798 Punkten vor Margot Bronold und Sieglinde Greiml. Den schönsten Vorgarten hatte Rudolf Bräuer mit 799 Punkten, Renate Dagner wurde mit 784 Punkten Zweite. Den 3. Platz belegte Brigitte Kuchner (754).
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.