Höhen und Tiefen

Fast ein halbes Jahrhundert lang ist Franz Kustner schon in der Politik aktiv, davon etwa 20 Jahre lang als Senator und Landtagsabgeordneter. Was wurmt ihn, wenn er heute auf seine Münchener Zeit zurückblickt? Worüber freut er sich?

Erfolge

"Wir haben viel erreicht, was heute als selbstverständlich gilt," sagt Kustner. Besonders gefällt ihm, dass Politik und Gesellschaft mittlerweile den Wert erneuerbarer Energien erkannt haben. Schon in den 90er-Jahren habe der Bauernverband den Anbau von Energiepflanzen forciert. Auch die energetische Verwertung von Abfallholz sei in dieser Zeit vorangetrieben worden. "Meine Hackschnitzelheizung ist bereits seit 1982 in Betrieb."

Rückschläge

Unglücklich ist Kustner mit dem andauernden Zwist unter den Milchbauern. Vor einigen Jahren hat sich bekanntlich der Bund deutscher Milchviehhalter (BDM) gegründet, der konträre Ansichten zum Bauernverband vertritt. "Das war zu einer Zeit, als der BBV viele verschiedene Baustellen hatte. Wir hätten damals das Thema Milchmarkt besser herausstellen sollen, dann wären keine Unklarheiten entstanden."

Schade findet Kustner auch, dass es seiner Ansicht nach nicht gänzlich gelungen ist, die Leistungen der Landwirtschaft für die Natur ins Bewusstsein zu rücken. Wenn heute ein Bauer mit Spritzmittel unterwegs ist, dann müsse dieser damit rechnen, als Umweltverschmutzer beschimpft zu werden. Dabei erfolge Pflanzenschutz heute viel schonender als etwa vor 20 Jahren. (upl)
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