Hoffnung dank "Nacht für Afrika"

Es war ein abendfüllendes Programm am Donnerstag in der ehemaligen Klosterkirche St. Augustin: Der Verein "Vilseck gibt Hoffnung" und die Hans-Scholl-Realschule trommelten und musizierten bei freiem Eintritt für Aids-Waisen in Südafrika.

Weiden. (zpe) Die "Nacht für Afrika" rückte das Drama Aids wieder in den Mittelpunkt, das unzählige Menschen seit vielen Jahren im Würgegriff hat. Nach Ansicht der Veranstalter drängten Kriegsdramen, Flüchtlingsschicksale und Ebola-Epidemien die Aids-Gefahr in den Hintergrund.

Neues Zuhause für Waisen

Betroffen sei vor allem Zululand in Südafrika. Dort würden täglich Hunderte von Menschen von dieser heimtückischen Krankheit dahingerafft. Die Sterbenden ließen Babys und Kleinkinder zurück, die in der Missionsstation von Pater Lagleder in Mandini ein neues Zuhause fänden. "Vilseck gibt Hoffnung" unter Vorsitz von Franz-Josef Einhäupl unterhalte seit zehn Jahren enge Verbindungen zum Benediktinerpater.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß dankte für die Aktion, die auch von der Weidener Realschule um Schulleiter Dr. Michael Meier unterstützt werde. Bislang habe der Verein Tausende von Euro an Spendengeldern für Südafrika gesammelt. Pater Lagleder hatte in Weiden den Malteser-Hilfsdienst mit aufgebaut.

Die "Nacht für Afrika" fand im Zuge der Reihe Farbvergnügen des Kunstvereins Weiden um Kurator Axel T. Schmidt statt. Musikalisch gab sich das "Who is Who" der Weidener Musikszene ein kostenloses Stelldichein. Nach der Cajon-Trommelgruppe der Hans-Scholl-Realschule unter Leitung von Hubert Heinz, trat die Kepler Big-Band um Bandleader Peter König auf.

Auch "Bibi" mit dabei

Außerdem dabei: Die Schulband der Hans-Scholl-Realschule unter Leitung von Wolfgang Dirscherl und die Wyman's Blues Band, in der mit Raimund Betz ebenfalls ein Lehrer der Hans-Scholl-Realschule mitspielte. Als Novum des Abends trat die Weidener Soul-Stimme Andrea "Bibi" Bibel als Gastsängerin auf. Gänsehautfeeling war garantiert.

Zwischen den Konzerten verteilten die Siebtklässler der Hans-Scholl-Realschule afrikanisches Fingerfood, das sie zusammen mit ihrer Hauswirtschaftslehrerin Cornelia König in der Schulküche hergestellt hatten. Ein kurzer Film, geschnitten und vertont von den Realschülern Felix Dobler und Maximilian Schieder, stellte die Missionsstation von Pater Lagleder in Südafrika vor. Moderiert wurde der Abend von Markus Pleyer und Martina Beierl.
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