Holprig
Angemerkt

"Rumpeldipumpel", kommentiert mein Enkel von schräg hinten. Selbst in seinem Kindersitz wird der Dreijährige von der Fahrt von Neunkirchen in den Hammerweg kräftig durchgeschüttelt. Auch für einen wenig empfindlichen Popo-Meter sind viele Weidener Straßen kein Vergnügen. Ein sanftes Dahingleiten ist kaum möglich. So viele Schlaglöcher, vor allem die harten Asphaltkanten der Ausbesserungen stoßen durch, überfordern selbst das sensibelste Fahrwerk.

Die Bauverwaltung kennt die Probleme, kämpft alljährlich um Geld für das Straßeninstandsetzungsprogramm, das nur zu schnell im Zuge des Spardiktats eingedampft werden sollte. Eine halbe Million Euro hat sie gerettet. Jetzt, kurz vor Ende der Ferien, in der bekannt verkehrsarmen Zeit, lässt sie die Bauarbeiter nochmals ausschwärmen. Besonders die Autofahrer, die durch die Frauenrichter Straße, die Dr.-Kilian-Straße oder über den Josef-Witt-Platz rollen müssen, danken ihr diesen Kraftakt - in einer Woche, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind. Und selbst der kleine Ben kann dann schräg hinten wieder ruhig schlafen.



Polizeibericht Vom Tanzbär zum Chippendale

Weiden. (mte) Es begann aufsehenerregend, aber harmlos: Ein Mann tanzte am Dienstag gegen 18.30 Uhr an der Ecke Max-Reger- und Schillerstraße auf und ab, wenig später die Polizei an.

Denn statt Musik schien den Tanzbär Alkohol auf Trab zu bringen. Einigen Passanten gefiel's zunächst. Sie blieben stehen und feuerten den Tänzer bei seinen Pirouetten am Beginn der Fußgängerzone an. Die nächsten Tanz-Moves aber schockierten: Plötzlich ließ der Mann seine Hosen fallen und präsentierte sich vorne wie hinten nackt Mädchen aus dem Landkreisosten sowie aus dem Stiftland. Sie waren zwischen 12 und 15 Jahre alt.

Wegen dieser Taktlosigkeit landete der 48 Jahre alte Mann dank einer Polizeistreife der Inspektion Neustadt auf der Weidener Wache. Hier stellte sich heraus, dass der Möchtegern-Chippendale knapp 2,5 Promille intus und noch Freunde hat. Zu einem solchen entließen ihn die Polizisten.

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