Hypovereinsbank lädt zu volkswirtschaftlichem Abend
Wer Rendite will, muss sich umstellen

Griechenlandkrise hin oder her: Es gibt sie, Signale des Aufschwungs in Europa. Zumindest sie wollen diese wahrgenommen haben: (von links) Anlagespezialist Thomas Wolf, Christian Eberhardt, Direktor Firmenkunden bei der Hypovereinsbank, sowie der Analyst für Zins-und Devisenentwicklungen, Kornelius Purps. Bild: R. Kreuzer
Der volkswirtschaftliche Abend in der Hypovereinsbank steht nicht nur beim Analysten für Zins- und Devisenentwicklungen Kornelius Purps und dem Anlagespezialisten Thomas Wolf im Terminkalender. Auch viele Bankkunden merken sich die Veranstaltung vor, bei der sich alles um die Marktentwicklung und Wertpapieranlagen dreht.

Der Direktor für Firmenkunden, Christian Eberhardt, hatte die Zuhörer begrüßt, bevor Purps gleich zur Sache kam: Er sprach über die Entwicklung an den Zins- und Währungsmärkten. Das tat er übrigens auch schon im vergangenen Jahr: "Und es ist genauso gekommen", meinte er zu Beginn: Kurse deutscher und europäischer Staatsanleihen seien eingebrochen. Auslöser für die unerwartet starke Kurskorrektur an den Rentenmärkten seien die verbesserten Konjunkturdaten aus der Eurozone gewesen. "Die Inflationsrate hier ist ins Positive gelangt und die Kreditvergaben an den privaten Sektor haben leicht zugelegt."

"Auf die Trendwende bei den Anleihezinsen warten wir aber noch." Die Kurskorrektur in vergangener Zeit habe einen Teil der fundamental schon nicht mehr zu rechtfertigenden Übertreibung aus dem Anleihemarkt genommen. Das Renditetief bei 0,05 Prozent in zehnjährigen Bundesanleihen sei durch. Einen Trend in Richtung höherer Renditen werde jedoch erst im Herbst erwartet. Amerika habe sich durch die aktive Geldpolitik der FED schneller und nachhaltiger aus der Lehmann-Krise befreien können als Europa. Zur Bekämpfung der im vorigen Sommer drohenden Deflation habe die EZB umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Hierdurch und unterstützt durch den wieder angestiegenen Ölpreis sei die Inflationsrate in Europas Währungsunion gestiegen. Die Deflationsängste seien zurückgegangen.

Vier Signale sah Purps für einen konjunkturellen Aufschwung in der Eurozone: Der IFO-Index steige, die Arbeitslosigkeit in der EU sei rückläufig, die Kreditvergabe in der EU nehme wieder zu und sogar Italien verzeichne ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandproduktes.

Abschließend sagte Thomas Wolf, der für die Wertpapieranlage verantwortlich zeichnet, dass es immer noch schwere Zeiten für die Sparer sind. Maßgeschneiderte Lösungen im Niedrigzinsumfeld oder bei Null-Zins gebe es nicht. Doch es gebe Ideen. Dafür sei aber ein Umgewöhnen nötig. Die Anlageentscheidung gehe nämlich in Aktien. "Aber hier muss breit gestreut werden. Wir bieten bei der Bank schon Anlagelösungen ab 10 000 Euro", warb Wolf.
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