Im Eisstadion für Rock erwärmen

Sie heizten beim "Spring Ice Rock" in der Hans-schröpf-Arena ein: AC/DX. Mit dabei auch "Rising Storm" und "Wyatt Earp". Feststeht: Das Eisstadion ist für Rock-Konzerte super geeignet. Bilder: Kunz (2)

Warum nach Nürnberg oder Dresden fahren, wenn das "Original" in der Stadt ist? Und das Beste: Die Starkstrom-Musiker von AC/DX. kamen nicht mal allein. Sie hatten zwei hochklassige Support dabei. Alle drei zusammen spielten sie für nur schlappe 20 Prozent des Nürnberger Eintrittspreises von AC/DC.

2000 Fans hatten die "Johanniter" für ihre Weihnachtstrucker-Benefizaktion in der Hans-Schröpf-Arena erwartet. Am Ende waren es beim "Spring Ice Rock" aber nur 600 Besucher. Viele Hardrock-Fans hatten wohl Angst, aufs Glatteis geführt zu werden, hatten geglaubt, das Eisstadion würde sich für Musikveranstaltungen nicht eignen. Eine totale Falscheinschätzung. Weiden hat es lediglich in der Vergangenheit verpasst, das tolle Stadion für Rock-Events zu nutzen, hat das Feld kampflos Regensburg überlassen.

Endlich Türen aufstoßen

Dabei ist das Ambiente in der Weidener Eis-Arena viel schnuckeliger, als das in der unterkühlten Betonlandschaft der Donau-Arena. Auch wenn es am Samstagabend nicht der ganz große Wurf war, was das Publikumsinteresse anging: Vielleicht hat es Initiatorin Michaela Ertl mit ihrer Idee trotzdem geschafft, endlich zugemauerte Türen aufzustoßen. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß war Schirmherr der Veranstaltung.

Auch die Max-Reger-Stadt wäre für Großkonzerte geeignet. In Deggendorf klappt das doch auch. Dort spielten schon die "Scorpions" ihren Tourauftakt. Ebenfalls in einem Eisstadion. Man bräuchte nur Leute mit Visionen: Menschen wie Michaela Ertl. Sie ist Feuerwehrfrau und weiß die Kameraden der Weidener Feuerwehr als Mitorganisatoren hinter sich.

Ein Kompliment auch an die Techniker von D-Sound. Was die Akustik anging, war die Arena im Top-Zustand. Und bei den Security-Leuten von "Fri-Sec" aus Wildenau fühlte man sich absolut sicher.

Den undankbarsten Job machten die Fünf von "Rising Storm". Nämlich den Auftakt um 19 Uhr. Die einzigen mit selbst gemachter Mucke. Die Hardrock-Nummer "Take me for al Fool" hatten die Gitarristen Erich Forster und Martin Beutler geschrieben. "Sons of Anarchie" stammte aus der Feder von Sänger Stefan Puhane. Geradliniger schnörkelloser Rock mit Blues-Elementen. Dann kam die Coverband "Wyatt Earp" mit ihrem "Old Time Rock'n'Roll". Anderthalb Stunden lang beschallten die Musiker das Publikum mit Material von Eric Clapton bis Joan Jett & The Blackhearts". Mit voller Wumme kamen Songs daher, wie "Sunshine of Your Love", "Here I go again" oder "Cocaine".

Highway to Hell

Headliner waren natürlich AC/DX mit "Hells Bells", Kanonendonner und ihren berühmten Blinkerhörnchen-Fans. Sie spielten den authentischen Heavy-Metal aus Down Under. Echten Schwerarbeiter-Rock'n'Roll von seiner härtesten Seite auf dem "Highway to Hell." Gespickt wurde am Vorabend beim Gig der echten Rockveteranen an der Noris.
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