Im Team für neue Teamerbaracke

Spenden für eine Latte der neuen Teamerbaracke: Das Evangelische Jugendwerk hofft auf finanzielle Unterstützung bei der Spendenaktion 100 x 50 für den Neubau einer Zeltlagerhütte in Plößberg. Maria Seggewiß (rechts) übernahm dafür die Schirmherrschaft. Der Förderverein Zeltlager Plößberg e.V. ging mit gutem Beispiel voran und spendete bereits 10 000 Euro. Bild: Huber

Spenden für eine Baracke? Das klingt im ersten Augenblick absurd. Doch dafür setzt sich das Evangelische Jugendwerk im Dekanat Weiden ein. Denn ihre Teamerbaracke am Zeltlagerplatz Plößberg hat Tradition.

Anfang des Jahres musste die Baracke aus Sicherheitsgründen wegen Baufälligkeit gesperrt werden. Die Kosten für einen Neubau kann das Dekanat Weiden als Eigentümer des Platzes nicht alleine aufbringen. Deshalb hofft die evangelische Jugend auf die Unterstützung der Bevölkerung. Sie hat die Spendenaktion 100 x 50 ins Leben gerufen. Die Idee kann sich sehen lassen: "Wenn 100 Personen jeweils 50 Euro spenden, sind wir auf dem richtigen Weg", erklärte Dekanatsjugendreferent Thomas Vitzthum beim Pressegespräch. Die Schirmherrschaft hat OB-Gattin Maria Seggewiß übernommen. Die Kosten werden auf rund 60 000 Euro geschätzt.

Die Teamerbaracke ist eine Holzhütte, in der sich alle ehrenamtlichen Mitarbeiter des Zeltlagers für ihre Besprechungen treffen, gemeinsam zu Mittag essen, und kreativen sowie innovativen Programmen den letzten Schliff geben. Laut Vitzthum auch "ein wichtiger Rückzugsort", um sich eine kurze Verschnaufpause von den rund 150 Kindern, die sich zwei Mal im Jahr beim Zeltlager des Evangelischen Jugendwerks austoben können, zu gönnen.

Das Dekanat Weiden erwarb den Zeltplatz Plößberg im Jahr 2000 von der Landeskirche Berlin. Dekan Dr. Wenrich Slenczka, der als Vertreter der Eigentümer anwesend war, betonte die Wichtigkeit der Teamerbaracke. Auch wenn der Abriss und der geplante Neubau mit enormen Kosten verbunden seien, stimmte der Dekanatsausschuss im Februar den Plänen der evangelischen Jugend zu. Der Abriss sei bereits für Mitte September dieses Jahres geplant. Um Kosten zu sparen, hat sich die evangelische Jugend bereit erklärt, sich bei den anfallenden Arbeiten tatkräftig einzubringen.

Auch der Förderverein des Zeltlagers Plößberg beteiligt sich mit einer Spende von 10 000 Euro am Neubau. Vorstand Andreas Klier beschrieb den Zeltplatz als "Herzkammer des Dekanats", für dessen Erhalt sich der Förderverein schon viele Jahre einsetze. Wenn alles nach Plan laufe, sollte die neue Baracke kurz vor Pfingsten 2016 bezugsfertig sein.

"Eine hohe Belegungsanfrage von Gruppen aus den Nachbardekanaten, aber auch aus anderen Bundesländern zeigen, dass der Platz ein ganz besonderer Ort ist, an dem die Zeltlager stattfinden", so Vitzthum. Für viele Kinder und Jugendliche sowie für den Großteil der ehrenamtlichen Mitarbeiter sei der Platz bereits ein Stück Heimat geworden. Es sei deshalb keine Seltenheit, dass einige Kinder sich gegen den Badeurlaub mit der Familie und für das Zeltlager entscheiden, betonte der ehrenamtliche Mitarbeiter der evangelischen Jugend, Tim Hartmann.

Schirmherrin Maria Seggewiß berichtete von persönlichen Erfahrungen mit dem Zeltlager. Denn auch ihr Sohn nahm in jungen Jahren daran teil: "Uns war wichtig, dass die Kinder gut aufgehoben sind und pädagogisch gefördert werden. Und davon bin ich überzeugt."

Slenczka betonte außerdem die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit. Im Zeltlager für die Kinder da zu sein, bedeute Verantwortungsbewusstsein und großes Engagement. "Es ist eine Erfahrung, die die ehrenamtlichen Mitarbeiter für ihr Leben schult", sagte er.
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