Immer im August feiern die Immenstettener ihr Dorffest. Die veranstaltende Feuerwehr hatte für die Messe angesichts der Hitze Sitzgelegenheiten unter schattigen Bäumen
Gottesdienstbesucher flüchten in Schatten

Schattige Plätze hatten sich die Gottesdienstbesucher beim Dorffest in Immenstetten ausgesucht. Bild: sche
vorbereitet.

(sche) Den Auftakt machte ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder der Feuerwehr Immenstetten, den Pfarrer Eduard Kroher zelebrierte. Für die Bewohner des Dorfs war es eine Selbstverständlichkeit, der Messe unter freien Himmel bei ihrer Kapelle beizuwohnen. Festlich geschmückt durch die Familie Gehring präsentierte sich das im gotischen Stil errichtete Kirchlein, das bei örtlichen Festen, zu Rosenkranz und Maiandachten genutzt wird.

1901 beschlossen die Immenstettener, eine Kapelle auf einem Baugrund, das ihnen der Ökonom Johann Gebhard geschenkt hatte, zu erbauen. Bereits im Frühjahr 1902 begannen die Arbeiten. Maurermeister Johann Fritsch aus Aschach stellte den Rohbau bis August 1902 planmäßig fertig, ehe im Herbst der Außenputz angebracht wurde. An die Zeit der Gotik erinnern die in die Seitenwände eingebauten vier bleiverglasten Spitzbogenfenster, die mit farbigen Ornamenten versehen sind.

Ein kleineres Fenster an der Ostseite im oberen Teil des Altarraumes zeigt die Heilige Dreifaltigkeit. An der Vorderseite der Kapelle erhebt sich über dem Eingang ein kleiner schlanker Turm, eine Holzkonstruktion, die mit Kupferblech ummantelt ist. In dessen Innern hängt eine Glocke, die Spitze ziert eine goldene Kugel mit Kreuz. Beiderseits des Mittelgangs sind neun Kirchenstühle aufgestellt, die jeweils drei Personen Platz bieten. Sie erinnern an die Erbauer: Jeder der neun Ortsbürger mit Angehörigen hatte seinen eigenen Sitzplatz. An den Längsseiten in halber Höhe der Fenster sind Motivtafeln mit den 14 Kreuzwegstationen zu sehen. Eine Gedenktafel erinnert an die Gefallenen beider Weltkriege. Im Mittelteil des reich mit Ornamenten verzierten, neugotischen Holzaltars befindet sich eine Nische mit einer Nachbildung der Muttergottes-Statue von Altötting. Die Decke der Kapelle ziert ein großes, ovales Gemälde mit der heiligen Familie. Nach dem Schluss- und Wettersegen begleiteten die zahlreichen Kirchenbesucher die Abordnung der Feuerwehr Immenstetten zum Festplatz. Frühschoppen und Mittagessen folgten. Die Feuerwehrleute boten auch nachmittags Kuchen und Kaffee sowie Gegrilltes an. Die Daller Musi sorgte für heitere Stimmung.
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