In 25 Jahren Keramikmuseum auch Internationalität widergespiegelt - Oberkonservator springt als ...
Werke aus Europa und Asien

Petra Vorsatz sorgte für frischen Wind bei brütenden Temperaturen: Sie hatte drei Ventilatoren und zahlreiche Fächer zur Ausstellungseröffnung ins Keramikmuseum mitgebracht. "Kultur und unser Keramikmuseum gehören zu unserer Stadt", betonte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß in seinem Grußwort zur Ausstellungseröffnung "Highlights aus der Neuen Sammlung. 25 Jahre Internationales Keramikmuseum". Das Gute und Neue zu finden sei Maxime und Herausforderung für ein Museum.

Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft waren trotz der brütenden Hitze der Einladung gefolgt. Einzig der neuen Direktorin der Neuen Sammlung München, Dr. Angelika Nollert, machte die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Sie musste ihre Teilnahme kurzfristig absagen. So war es an Oberkonservator Dr. Josef Strasser aus München, als Kurator und Vertreter der Neuen Sammlung die Festrede zu halten.

Rückblick auf Geschichte

Seit der Gründung des Internationalen Keramikmuseums vor 25 Jahren stehen die unterschiedlichen Aspekte und Phänomene der modernen Keramik im Fokus. Die Jubiläumsausstellung der Neuen Sammlung München, die das "Mutterhaus" des Keramikmuseums ist, zeigt eine Auswahl an besonders bedeutenden Beispielen, die nicht nur für sich gesehen künstlerische Höhepunkte bilden, sondern auch ein Vierteljahrhundert Museums- und Sammlungsgeschichte repräsentieren. Kurator Dr. Josef Strasser: "Wir wollen in der Ausstellung einen Rückblick auf die Geschichte des Museums zeigen. Dieses komplizierte Vorhaben wollten wir anhand ausgewählter Stücke verwirklichen."

Weiteres Anliegen sei es gewesen, die Internationalität der in den vergangenen 25 Jahren gezeigten Objekte und Keramik-Künstler widerzuspiegeln. Man habe Werke aus England, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Asien gezeigt. Strasser erinnerte auch an die Ausstellung mit den Objekten von Kap Sun Hwang im Juli 2012.

In der Jubiläumsausstellung würden erneut ausgewählte Stücke bedeutender Keramiker und Sammler dargeboten. Zum Jubiläum des Museums wurde ein Museumsraum völlig neu gestaltet. Anhand von Modellen wird gezeigt, wie Keramik entsteht. Der Besucher sieht erstmals Designer-Entwürfe auch aus Holz. Während man heute am PC arbeite, hätten frühere Designer ihre Entwürfe geschnitzt oder aus Schaumstoff gefertigt. Zu sehen sind Entwürfe, die letztlich nicht ausgeführt wurden. Die neue Präsentation liefert einen kleinen Einblick in die Entwicklungsgeschichte der Keramiken.
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