In Ausbildung ganz groß

Für die Ausbildungsmesse 2015 werben die Kooperationspartner gemeinsam. Andreas Staible, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Weiden (vorderste Reihe, Dritter von links), und das Projektteam der Agentur rechnen wieder mit rund 5000 Besuchern. Bild: Bühner

Begonnen hat es vor neun Jahren mit 26 Ausstellern in der Aula der Realschulen. Dieses Jahr werben am Samstag, 25. April, 103 Aussteller in der Max-Reger-Halle um den zwischenzeitlich knapp gewordenen Nachwuchs. Bis auf den letzten Quadratmeter breitet sich die Ausbildungsmesse in der Halle aus. In Bayern gibt es nichts Vergleichbares.

(sbü) Im Jahr 2006 fing alles an. Damals suchten viele Jugendliche noch vergebens einen Ausbildungsplatz. Eine Ausbildungsmesse sollte vor allem Betriebe und Berufe präsentieren, in denen wenigstens eine gewisse Chance auf einen Ausbildungsplatz besteht. Und heute? Längst haben sich die Rahmenbedingungen total verändert. Händeringend suchen jetzt zahlreiche Betriebe nach Bewerbern für ihre vielen freien Ausbildungsplätze.

"Ideal für Schüler"

Ende März waren bei der Agentur für Arbeit in Weiden 1337 Bewerber, aber schon 1641 Plätze für den Ausbildungsbeginn im September gemeldet, berichten im Pressegespräch in der Agentur für Arbeit der derzeitige Vorsitzende der Geschäftsführung, Andreas Staible, und Bereichsleiter Bernhard Lang. "Eine geradezu ideale Situation für Schüler und ihre Eltern", sagen die beiden Experten. Deshalb habe die Messe zwischenzeitlich eine völlig neue Ausrichtung bekommen.

Betriebe müssten mit attraktiven Argumenten um den dringend erforderlichen Nachwuchs werben, und Schulabsolventen sollten vor allem die für sie passende Ausbildung finden. "Nicht immer sind die beliebtesten Modeberufe oder vermeintlichen Wunschberufe die richtige Wahl", erklären Staible und Lang. Zum Beispiel seien die Arbeitsmarktchancen im Handwerk meist wesentlich besser als in den nach wie vor stark nachgefragten Büroberufen.

Immer attraktiver

"Jedes Jahr wird die Ausbildungsmesse attraktiver", berichten die beiden. Bei fast allen Ausstellern könnten sich Jugendliche aktiv mit einzelnen Berufselementen betätigen. Auszubildende der Betriebe "informieren altersgerecht". Eine lange Liste von Angeboten gibt es im Rahmenprogramm: Kompetenz-Rallye, Bewerbungs-Make-up, Bewerbungsfotos und Bewerbungsmappen-Check sind nur einige Beispiele. Zahlreiche Vorträge über einzelne Ausbildungen und ein Training für Vorstellungsgespräche von den Wirtschaftsjunioren gehören ebenfalls zum Angebot.

Viel Lob für die Arbeitsagentur und die Ausbildungsmesse gab es deshalb auch von den Kooperationspartnern. Allen voran OB Kurt Seggewiß, der von einer "Erfolgsstory" sprach, aber auch an Jugendliche und Eltern appellierte, "sich über die Ausbildungsmöglichkeiten genau zu orientieren und nicht rasch irgendeinen Modewunschberuf zu wählen". "Karriere mit Lehre" - so lautete das Schlagwort von IHK-Vertreterin Birgit Trummer, mit dem sie die annähernde Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ansprach. "Goldene Zeiten für Auszubildende" erkannte Wirtschaftsclub-Vertreter Stefan Rank. Andreas Hecht und Wolfgang Töppel wollten als Vertreter der sieben Handwerksinnungen und der HWK "die Werbetrommel für Handwerksberufe rühren".
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.