In Bäckerei eingestiegen - Randalierer am Christkindlmarkt
Einbrecher erbeutet kiloweise Plätzchen

Die Polizei schreibt in ihrem Bericht von "jahreszeitlich angepasster" Beute: Ganze eineinhalb Kilo Plätzchen stahl ein Einbrecher in der Nacht zum Dienstag aus einer Bäckerei an der Allee. Womöglich um das Festtagsmenü zu komplettieren, ließ er außerdem noch zwei Kilo Kochschinken mitgehen.

Der Spitzbube machte sich irgendwann zwischen Montag, 18 Uhr, und Dienstag, 4.15 Uhr, ans Werk. Er hebelte eine Schiebetüre auf und gelangte so in den Verkaufsraum. Bargeld fand er dort jedoch nicht, dafür die Wurst und Weihnachtsbackwaren im Wert von 40 Euro. Daneben hinterließ er einen Schaden von 200 Euro an der Tür. Hinweise an die Polizei, Telefon 0961/401-321.

Das ist nicht die einzige "weihnachtliche" Polizeimeldung - wobei die zweite beinahe noch tragisch geworden wäre: Ein ungebetener Christkindlmarkt-Besucher tickte aus und versuchte, mit Kopfstößen Polizisten zu treffen, die aber unverletzt blieben. Der Störenfried zur staaden Zeit ist laut Polizei ein 29-Jähriger. Am Dienstag, kurz nach Mitternacht, versuchte er, seinen Heimweg abzukürzen und marschierte geradewegs durch den abgesperrten Markt. Die Security, die die Budenstadt bewacht, hielt ihn an. Eine hinzugezogene Polizeistreife stellte zudem ein "drogentypisches Erscheinungsbild des völlig uneinsichtigen Weideners" fest, wie es im Bericht heißt. Weil die Beamten bei einer ersten Durchsuchung auch noch eine kleine Menge Marihuana fanden, brachten sie den 29-Jährigen zur Inspektion.

Bei der folgenden, genaueren Durchsuchung "wurde der Mann zusehends ungehaltener. Schließlich versuchte er wiederholt, die Polizeibeamten mit Kopfstößen zu verletzen". Die Ordnungshüter überwältigten ihn und steckten ihn in Arrest. Als er etwas später in eine andere Zelle verlegt werden sollte, habe er die Beamten wieder mit Kopfstößen und Faustschlägen attackiert. Den erfahrenen Polizisten sei es jedoch gelungen, die Angriffe abzuwehren. In der Zelle konnte er sich schließlich wieder beruhigen und wurde am folgenden Morgen entlassen. Vorbei ist die Geschichte damit aber natürlich nicht, wie die Polizei schreibt: "Nach dem Jahreswechsel erwarten den Weidener Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen eines Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz."
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