In Judentum, Christentum und Islam spielt Abraham eine wichtige Rolle - Vortrag in muslimischer ...
Abraham - "Vater der Völker"

Die deutschsprachige muslimische Gemeinde unter Vorsitz von Maher Kedr (Dritter von rechts) hatte zu der Veranstaltung eingeladen, bei der auch SPD-Stadtrat Norbert Freundorfer (rechts) an die Geschichte des Christenums erinnerte. Auch Vertreter von Ditip und Anadoluspor beteiligen sich an dem Gespräch. Bild: uz
Weiden. (uz) Der biblische Stammvater Abraham stand im Mittelpunkt. Die Veranstaltung im ehemaligen Studienseminar Augustin sollte die gemeinsamen Wurzeln der drei Buchreligionen Judentum, Christentum und Islam am Beispiel der Figur Abraham bzw. Ibrahim bzw. Avraham als "Vater der Völker" aufzeigen.

Maher Khedr, der Vorsitzende der deutschsprachigen muslimischen Gemeinde in Weiden, erläuterte in seinem Beitrag die muslimische Sicht auf die Person Abrahams, der in einer Reihe mit anderen großen Verkündern des Wortes Gottes seinen Platz gefunden habe.

In seinem Grußwort verwies Norbert Freundorfer auf den Chor der Zivilisationen aus Antiochia (türkisch Antakya). Der türkische Antakya Medeniyetler Korosu, den man auf Deutsch als den Antakya Chor der Zivilisationen übersetzen darf, stamme aus Antakya, der Stadt, wo das Wort Christentum (khristos) zum ersten Mal verwendet worden sei. Und wo die erste Kirche der Welt, die Höhlenkirche St.-Petrus-Grotte, aufgrund der damaligen Verfolgung gegründet worden sei.

Über Jahrhunderte hinweg sei diese Stadt geprägt vom friedlichen Miteinander der verschiedenen Kulturen und der drei monotheistischen Religionen, nämlich Judentum, Christentum, Islam und somit ein Sinnbild von gegenseitigem Respekt und Empathie. Mustafa Köksal, der Organisator des Projekts, wünschte sich in seinem Schlusswort ein friedliches Zusammenleben der Menschen in Weiden, egal, ob sie einer der großen Religionen angehörten oder Atheisten seien.
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