Infoabend für Interessierte an Hochbegabtenklasse - Kepler-Gymnasium baut auf Erfahrungen aus ...
Anders sein ist ganz normal

"Naturwissenschaftliches Arbeiten" ist ein "Enrichment-Angebot" in der sechsten Jahrgangsstufe der Hochbegabtenklasse. Bild: hfz
Fünf Jahre nach der Einführung der Modellklasse für Hochbegabte zieht das Kepler-Gymnasium Bilanz. Und es lädt die Interessenten an der künftigen Hochbegabtenklasse zu einem Infoabend ein. Am 15. Januar findet er in der Aula des Kepler-Gymnasiums statt.

Hohe intellektuelle Fähigkeiten zeigen sich bei Kindern nicht immer in sehr guten Schulnoten. Es gibt auch Kinder, deren überdurchschnittliche Intelligenz nicht erkannt wird und die ihre besondere Begabung nicht in entsprechende Leistungen umsetzen können. Die 2009 speziell für Hochbegabte eingerichtete Klasse am Kepler-Gymnasium versucht auf die Ansprüche von überdurchschnittlich begabten Schülern einzugehen. Im kommenden Schuljahr starten die "Anfänger" aus dem Jahr 2009 in die gymnasiale Oberstufe - Zeit für ein Resümee nach etwas mehr als fünf Jahren.

"Hier wird man toleriert, auch wenn man anders ist." Diese Äußerung hört man häufig von Schülern der Hochbegabtenklassen. "Hochbegabte Kinder sind besonders kreativ, was sich zum Beispiel in unkonventionellen Arbeitsmethoden oder altersuntypischen Denkweisen zeigt, aber sie selbst halten sich deshalb für anders und entdecken weniger Gemeinsamkeiten mit Gleichaltrigen", erklärt Manuela Beck, Schulpsychologin am Kepler-Gymnasium. Gerade dieses "Anderssein" empfinden hochbegabte Mädchen und Jungen oft auch als belastend.

Wie kann die Schule diesen Kindern helfen? Besonders Projektphasen und Zusatzangebote bereichern den Unterricht. Zudem bereiten sich die Hochbegabten der 10. Klasse derzeit auf einen Einsatz als Tutoren vor, um ihre Erfahrungen an die Fünftklässler weiterzugeben. Anfangs waren "die Hochbegabten" nicht immer akzeptiert, teilweise sogar ausgegrenzt worden. Inzwischen haben sie ihren Platz gefunden und sind wichtiger Bestandteil des Schullebens, freut sich Schulleiter Rolf Anderlik.

Tamara Lax, die das Hochbegabtenprogramm koordiniert, betont die Vorteile dieser besonderen Lerngruppen: "Die Lehrkräfte können ausgeprägter auf individuelle Probleme eingehen und Stärken fördern. Vor allem der persönliche Kontakt zu den Lehrkräften spielt für viele Schüler eine wichtige Rolle." Durch Fortbildungen und mehrjährige Erfahrung sind die Lehrkräfte mittlerweile gut gerüstet, um die "Charakterköpfe" und Individualisten unter den Hochbegabten optimal zu unterstützen.
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