Innenstadt: Prügelei am ZOB, Großeinsatz am City-Center, Schleuderfahrt am Neuen Rathaus
Heiße Nächte für Einsatzkräfte

(ca) Schon auffallend: Alle Straftaten ereigneten sich zwischen 2 und 4 Uhr. Die beteiligten Herrschaften waren junge Männer Anfang 20. Und ihre Alkoholwerte pendelte um die zwei Promille.

Erster Akt, ZOB, in der Nacht zum Samstag gegen 2.45 Uhr. Zwei 24-Jährige geraten aneinander. Aus dem Wortgefecht heraus schlägt einer der Männer den anderen ins Gesicht - soweit der erste Ermittlungsstand der Polizei. Der Geschlagene ging zu Boden. Das kann an der Wucht des Schlags gelegen haben. Oder an den 2,2 Promille. Der Schläger hatte auch nicht schlecht getankt und kam auf 2,4 Promille. "Der rote Backen des Opfers" musste laut Polizeihauptkommissar Michael Lauterbach nicht ärztlich versorgt werden. Passanten hielten die beiden Streithähne bis zum Eintreffen der Polizei auseinander.

"Notrufmissbrauch"

Zweiter Einsatz, eine Stunde später, Samstag, 3.45 Uhr. Unbekannte schlagen in der Tiefgarage am Josef-Witt-Platz mutwillig die Scheibe des Feuermelders ein und lösen Alarm aus. Da sich im Obergeschoss des City-Centers die beliebte Bar "Wolke 7" befindet, kann Lebensgefahr von Menschen nicht ausgeschlossen werden. Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei rücken aus. Ein "schlechter Scherz", wie sich herausstellt. Um die Einsatzkosten im vierstelligen Bereich einfordern zu können, sucht die Polizei dringend nach Zeugen, die Beobachtungen in der Tiefgarage gemacht haben, Telefon 0961/4010.

Dritte Aktion, eine Nacht später, Sonntag um 2.45 Uhr: Bei der Polizei geht ein Notruf ein, dass ein Auto in der Dr.-Pfleger-Straße in einen geparkten Pkw geschleudert und anschließend weitergefahren sei. Im Zuge der Fahndung entdeckt die Polizei das gesuchte Auto hinter dem Rathaus. Drin sitzen zwei 22-Jährige, beide reichlich angetrunken. Der Alkomat zeigt Werte von 1,8 und 2,2 Promille. Allerdings wollte keiner der beiden gefahren sei.

Nach Rücksprache mit dem diensthabenden Staatsanwalt stellte die Polizei das Auto und die Kleidung der beiden Männer sicher. Man erhofft sich Rückschlüsse, wer zum Unfallzeitpunkt am Steuer saß. Der Schaden am geparkten Auto dürfte sich auf etwa 6000 Euro belaufen.
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