Integrierte Leitstelle: Einsätze oft wegen Augenverletzungen - Kampagne für die 112
Wenn Feuerwerk ins Auge geht

Den Diensthabenden der Integrierten Leitstelle dankte eine SPD-Delegation mit MdB Uli Grötsch (stehend, Zweiter von links) und MdL Annette Karl (rechts daneben). Bild: Kunz
SPD-Mandatsträger besuchten an Silvester die Integrierte Leitstelle, die Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch als "Aushängeschild für die Region" bezeichnete. Der Bundestagsabgeordnete lobte die hochprofessionelle und engagierte Arbeit vor Ort und bewunderte einmal mehr das breitgefächerte und komplexe Tätigkeitsfeld der Beschäftigten.

Gemeinsam mit Landtagsabgeordneter Annette Karl, Bürgermeister Jens Meyer und Stadtverbandsvorsitzendem und Stadtrat Norbert Freundorfer dankte Grötsch für den hervorragenden Dienst an den Mitmenschen. Wie IL-Leiter Herbert Kutzer erläuterte, müsste die Kooperation mit den tschechischen Nachbarn dringend verbessert werden. Gute Ansätze gebe es. Aber die Zusammenarbeit scheitere meist dann doch an den sprachlichen Barrieren. "Die Routine fehlt einfach." Eine Rettungsleitstelle im Grenzbereich habe es nun mal schwerer, wenn die Koordinierung fehle.

Kutzer betonte auch, dass das Personal endlich in einem eigenen Berufsbild gesellschaftliche Anerkennung finden sollte. Bisher nannten sie sich Disponenten. Auch im Tarifbereich. Die Mitarbeiter seien auch psychologisch geschult und würden anhand des jeweiligen Meldebildes entscheiden. Ihre Ausbildung dauere vier Jahre.

Am Silvesterabend war die Dienststelle normal besetzt. In der Rückhand habe man auch Reserven. Die Bevölkerung sei also gut versorgt. Die Integrierte Leitstelle koordiniere täglich zwischen 150 und 200 Einsätze bei rund 400 Anrufen. Als die häufigsten Unfälle in der Silvesternacht bezeichnete Kutzer Augenverletzungen. Oft als Folge des falschen Umgangs mit der Pyrotechnik. Im März laufe eine Pressekampagne zugunsten der neuen Notrufnummer 112, welche die 19222 ersetzen solle. Die Kurzwahl sei einfach effektiver, machte MdB Grötsch deutlich.
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