"Internationale Wirtschaft": Nur Weidener Fachoberschule darf oberpfalzweit diesen neuen Zweig ...
Ein neuer Weg zum Abitur

Fähnchen aus aller Herren Länder zieren die FOS/BOS. Dazu passt die Nachricht von Schulleiter Emil Gruber und Gabriele Dill, dass die Schule den neuen Zweig "Internationale Wirtschaft" anbieten darf. Bild: wsb
Das ist einmalig in der Oberpfalz, freut sich Schulleiter Emil Gruber. Die Fachoberschule Weiden bekommt eine zusätzliche Ausbildungsrichtung namens "Internationale Wirtschaft". Bayernweit bieten sie nur fünf Schulen an. An der Weidener FOS/BOS startet der neue Zweig im Schuljahr 2014/2015.

"Vor allem für Schüler mit sprachlicher Begabung dürfte unser neues Angebot interessant sein", erklärt Grubers Stellvertreterin Gabriele Dill in einem Pressegespräch. Bewerben können sich alle mit mittlerem Schulabschluss ohne Lehre. Sowie - und das ist neu - auch Schüler, die bereits eine Lehre im Bereich Wirtschaft in der Tasche haben. Der neue Ausbildungszweig soll Schüler zielgerichtet auf einschlägige Studiengänge wie den an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) nebenan angebotenen vorbereiten: "Internationales Technologiemanagement" heißt er. Und das geht so: Neben Deutsch, Englisch und Mathe wird das vierte Abschlussprüfungsfach "Internationale Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre" eingeführt. Zudem wird Wissen in deutschem und internationalem Privatrecht vermittelt. Das Fach "International Business Studies" hält Einzug, das vorwiegend in englischer Sprache unterrichtet wird. Apropos Sprache: Spanisch oder Französisch wird als zweite Fremdsprache eingeführt. Am Ende kann nach der 12. Klasse das Fachabitur, nach der 13. Klasse - wie am Gymnasium - das Allgemeine Abitur erworben werden.

Wegen der Praktikumsstellen in international ausgerichteten Unternehmen oder wegen Auslandspraktika hat sich die Schulleitung bereits mit dem Nachbarn, der OTH, kurzgeschlossen. Zudem werden die Kontakte aus dem Comenius-Projekt zu 13 anderen Ländern genutzt.

Vergangene Woche flatterte der Brief aus dem Kultusministerium auf Grubers Schreibtisch. "Ein nachträgliches Einweihungsgeschenk", meint der Schulleiter. "Die Vertreter des Ministeriums haben gesehen, dass wir topmodern ausgestattet sind und wir die Synergieeffekte mit der OTH nutzen können." Das habe wohl überzeugt. Und zu einem "Alleinstellungsmerkmal" geführt, betont Stellvertreterin Dill: "Die meisten FOSen haben drei Ausbildungsrichtungen. Wir haben obendrein den seltenen Gestaltungs- und den neuen Wirtschaftszweig." Nun müssen nur noch die Schüler überzeugt werden. Geworben werden soll weit über die Region hinaus.
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