Interview mit dem neuen Blue-Devils-Trainer, Markus Berwanger
"Ein guter Standort"

Markus Berwanger, der neue Trainer der Blue Devils, freut sich auf seine Aufgabe in Weiden. Bild: hfz

Markus Berwanger, der neue Trainer der Blue Devils, tritt in Weiden kein leichtes Amt an. Der Ex-Nationalspieler und dreimalige deutsche Meister mit Rosenheim soll die Oberpfälzer nach zwei schlechten Jahren sportlich wieder ein Stück nach vorne bringen.

Der 51-jährige gebürtige Rosenheimer bringt als Spieler und Trainer viel Erfahrung mit. Unter anderem arbeitete Markus Berwanger beim DEL-Klub Adler Mannheim als Co-Trainer unter dem ehemaligen Bundestrainer Hans Zach. Er freut sich auf seine Aufgabe, denn Weiden sei ein guter Standort.

Herr Berwanger, was war für Sie ausschlaggebend, den Cheftrainerposten bei den Blue Devils zu übernehmen?

Markus Berwanger: Der Vorsitzende Thomas Siller und Teammanager Christian Meiler haben sich sehr um mich bemüht. Wir haben uns getroffen und hatten sofort ein gutes Verhältnis. Wir haben uns dann ziemlich schnell geeinigt. Ich freue mich auf die Aufgabe.

Die Blue Devils waren jetzt zwei Jahre ganz hinten in der Oberliga. Alle in Weiden hoffen auf ein Ende der negativen Erlebnisse. Wie gehen Sie an die Aufgabe heran?

Berwanger: Gemeinsam mit Christian Meiler und in Abstimmung mit Thomas Siller werden wir eine Mannschaft zusammenstellen. Es ist sicher nicht einfach, weil wir in finanzieller Hinsicht nicht die super Möglichkeiten haben. Ich werde hart arbeiten, mit den Einheimischen und den Auswärtigen. Ich sehe meine Aufgabe positiv, denn Weiden ist ein guter Standort und die Zuschauer sind heiß auf Eishockey.

Sie haben unter anderem auch als Co-Trainer unter Hans Zach gearbeitet, der dafür bekannt ist, dass er größte Disziplin von seinen Spielern fordert. Ist das auch für Sie das oberste Gebot?

Berwanger: Nicht das oberste, aber ein Gebot, ein wichtiger Bestandteil. In der Gruppe braucht man Disziplin, wenn man Erfolg haben will. Ich fordere das aber nicht nur, sondern ich lebe es auch selbst vor.

Welche Art Eishockey bevorzugen Sie, nordamerikanisch oder osteuropäisch geprägt? Und wohin geht die Tendenz bei der Besetzung der Ausländerpositionen?

Berwanger: Nordamerikanisch oder osteuropäisch kann man heute nicht mehr trennen. Das hat sich vermischt, ist ineinander übergegangen. Ich will erfolgreich spielen, wobei es in der Oberliga nicht oberstes Gebot ist, knüppelhart zu spielen. Die Jungs sollen in erster Linie Eishockey spielen. Bei den Ausländerstellen tendieren wir mehr zu Tschechen oder Slowaken. Das ist für Weiden schon aus geographischer Sicht von Vorteil.

Sie haben sich sicherlich schon über die letztjährige Mannschaft informiert. Bisher stehen davon vier Spieler unter Vertrag. Die Verteidiger Ralf Herbst und Daniel Willaschek sowie die Stürmer Ales Jirik und Marcel Waldowsky. Wird es einen großen Umbruch geben?

Berwanger: Natürlich habe ich mich über die Spieler informiert und es wird schon einen gewissen Umbruch geben. Einige werden noch bleiben, einige nicht.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.