Jessica Heigl porträtiert Federvieh: "Ich kann einfach nicht mehr aufhören" - Ausstellung in ...
Kunterbunter Hühnerhaufen

Was für ein bildschöner Hahn. Auch dieses Porträt reiht Jessica Heigl in ihre Ausstellung "Gallinismus" ein. Bild: uz
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
18.11.2015
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Sie heißen "Hubert", "Otto", "Hermine" oder "Heidi". Aber so richtig kennengelernt hat Jessica Heigl ihre Protagonisten nie. Inzwischen sind sie allesamt im Kochtopf oder am Bratspieß geendet. In Nachbars Garten hatte sie Hahn und Hühner aufgespürt, dann erst mit der Kamera, später mit dem Pinsel porträtiert. Herausgekommen ist "Gallinismus", eine Bilderausstellung rund um Kikeriki, Gegacker und Eier. Gezeigt werden die Acrylarbeiten noch bis 5. Dezember in der "Fitness-Lounge" und bei "Die Friseure" in der Nikolaus-Otto-Straße.

"Die Hühner lebten alle auf einem Bauernhof in der Nähe", erzählt die Künstlerin bei der Vernissage. "Die habe ich Hunderttausend Mal fotografiert und mir dann all die Feinheiten herausgesucht." Diese Details machen ihre Bilder aus. Schnäbel, Federn, Hahnenkämme. Das richtige Huhn herausgepickt, dann von allen möglichen Seiten auf Leinwand gepinselt. "Erst eins, dann zehn. Ich kann einfach nicht mehr aufhören."

Einzeln, paarweise, in Gruppen, kleine und große Hühner: Jessica Heigl ist von ihnen fasziniert. Die Preise der Bilder sind deshalb in Eiern ausgewiesen. Ein Ei ist einen Euro wert. Auf dem Markt gäb's die Gackerln billiger. Aber das ist halt Kunst.

Die Künstlerin wohnt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Runding bei Cham. Angefangen hat die Malerin mit der Darstellung von Kühen. Jetzt malt sie Federvieh in allen Formaten und Preisklassen. Die künstlerischen Grundlagen hat Jessica Heigl in der Oberpfalz entdeckt. In Neustadt hatte sie ihre Mappe angelegt, dann zwei Semester lang an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert. Das Korsett, das ihr dort angelegt wurde, war ihr zu eng. Deshalb sattelte sie auf Sozialpädagogik um, fand aber schnell zur Kunst zurück. Inzwischen ist sie freischaffende Künstlerin.

Vorgestellt wurde sie von Simone Skrzydlo, die das Publikum um eine Schweigeminute für die Terroropfer in Paris gebeten hatte. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von der Gruppe "Lynyrds Friends" sowie von "Paula und Willi". Anfang Oktober wandern einige der Bilder in die "Spoon-Bar" weiter, wo es eine weitere Chance gibt, sie zu erwerben.
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