Jetzt fließt das Geld

Der Blick in diese Unterlagen freut alle am Tisch: (von links) Zukunftscoach Roswitha Ruidisch, MdB Uli Grötsch, Jugendamtsleiterin Bärbel Otto, Dezernent Hermann Hubmann und Bürgermeister Jens Meyer. Denn hier steht, dass die Stadt für das Projekt "Jugend stärken im Quartier" Fördergeld erhält. Bild: R. Kreuzer

Der erste Antrag bei der Bundesregierung ist durch. Die Folge: 1,2 Millionen Euro werden an die Stadt fließen. Davon profitieren Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren.

Mit dem Bundesprogramm "Jugend stärken im Quartier" sollen Projekte gefördert werden, die unter anderem bei Jugendlichen die Team- und Kommunikationsfähigkeit verbessern. Die Stadt bewarb sich um Mittel daraus - und hat die erste Hürde genommen. "Der erste Antrag konnte die formalen und inhaltlichen Voraussetzungen erfüllen. Auch bei uns gibt es noch Schüler, die nach der Schule etwas Orientierung brauchen", berichtete Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (SPD). Nun muss ein zweiter Antrag vorgelegt werden.

"Diese positive Mitteilung, die vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben kam, ist immerhin 1,2 Millionen Euro wert, die wir aus der Summe von 150 Millionen bekommen können", sagte Hermann Hubmann vom Rechts- und Sozialdezernat der Stadt. Die Stadt wird an dem Förderprogramm teilnehmen können. Es richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren und soll ihnen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Das sind zum Beispiel Ausbildungs- und Maßnahmen-Abbrecher ohne Anschlussperspektive, zugewanderte junge Menschen mit besonderem Integrationsbedarf sowie Schulverweigerer und -abbrecher. Dabei helfen Jugendsozialarbeiter, die bei den jungen Menschen vorbeischauen, oder generell leicht zugängliche Beratungsangebote. Zudem baute Zukunftscoach Roswitha Ruidisch in das Projektprogramm Schulungen zur Team- und Kommunikationsfähigkeit ein. Sie zielen darauf ab, die jungen Menschen in ihren Fähigkeiten sowie in Verantwortungsbewusstsein und Selbstorganisation zu stärken. Gleichzeitig soll das Wohnumfeld sowie das nachbarschaftliche Miteinander verbessert werden. "So haben wir das Handlungskonzept in Arbeitsweisen umgesetzt und sie in die Gebiete Stockenhut, Altstadt mit Scheibe und Bahnhofstraße und das Lerchenfeld eingeteilt", sagte Ruidisch. Das Jugendamt ist die kommunale Koordinierungsstelle.

"Aktuell wird es wichtig sein, etwa syrische Kontingentflüchtlinge und unbegleitete Jugendliche einzubinden, die teils gut ausgebildet sind", meinte Uli Grötsch. Er verwies zudem auf die Aufstockung der Bundesmittel für das Programm "Soziale Stadt" im Haushalt von 40 auf 150 Millionen Euro hin. "Die Erhöhung war eine wichtige sozialdemokratische Forderung in den Koalitionsverhandlung, die wir umgesetzt haben".

Jugendamtsleiterin Bärbel Otto berichtete, dass 600 000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds sowie der gleiche Betrag von der Agentur für Arbeit kommen werden. "Das Projekt für die Jugendlichen bis 26 Jahren fördert bei der Heranführung an den Arbeitsmarkt und passt damit hervorragend in das Handlungskonzept demografischer Entwicklung."

Auch Bürgermeister Jens Meyer freute sich über die gute Nachricht und erörterte das weitere Vorgehen: "Nun muss in den nächsten vier Wochen der Förderantrag ausgearbeitet werden, um nach dem Zuschlag möglichst im 1. Quartal 2015 mit der Umsetzung des ESF-Programms beginnen zu können."
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