Jetzt neue Wege gehen

Im Juni waren noch 485 junge Menschen auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Ihnen standen 677 unbesetzte Lehrstellen gegenüber. Trotzdem lässt sich der vermeintliche Wunschberuf nicht immer verwirklichen. Ein Blick in alternative Nischenberufe kann für Jugendlichen neue, interessante Perspektiven eröffnen.

Gerade das Handwerk bietet Jugendlichen langfristig hervorragende Zukunftsaussichten. Die Nachfrage beim Berufsberater lohnt sich. Die Anmeldung zum Beratungsgespräch ist unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 oder ganz unkompliziert über die BA-App möglich."

Gut Chancen haben zur Zeit auch Männer und Frauen ohne Berufsabschluss. "Wir ermuntern sie, neue berufliche Wege einzuschlagen", informiert Andreas Staible, Vorsitzender Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. "Beschäftigungschancen hängen sehr eng mit dem Bildungsstand zusammen. Unsere Beratungs- und Vermittlungsfachkräfte informieren, welche Umschulungen oder duale Ausbildungen langfristig zum beruflichen Erfolg führen."

Hier warten Chancen

Gute Chancen haben qualifizierte Bewerber im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik, im Verkauf, in Gesundheitsberufen sowie in der Kunststoff- und Holzverarbeitung.

Die hohe Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen zeigten die Zahlen im Juni: Insgesamt 1.502 freie Arbeitsstellen betreute der Arbeitgeber-Service, davon 1.408 sozialversicherungspflichtig. Es waren vor allem das Verarbeitende Gewerbe (265 Stellen), das Gesundheits- und Sozialwesen (179 Stellen) und die Zeitarbeit (379 Stellen), die Personalbedarf meldeten. "Unsere Firmen suchen gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieses Potenzial an gut ausgebildeten Kräften fehlt in vielen Bereichen.

Der Zugang an neu gemeldeten Stellen und die stetig steigende sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind wichtige Indikatoren für den regionalen Arbeitsmarkt. So waren am 31.12.2014 im Agenturbezirk 76 960 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gemeldet, zum Vorjahr ein Anstieg um etwa 950 Personen.

Unterbeschäftigung

Noch ein Wort zur Arbeitsmarktstatistik. Sie erfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Unterbeschäftigung. Diese beinhaltet zu den arbeitslosen Personen auch Männer und Frauen in Weiterbildungen oder Altersteilzeit sowie Selbstständige, die mit einem Gründungszuschuss gefördert werden, die daher nicht als arbeitslos gelten.

Im Juni erfasste die Unterbeschäftigung zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen 1520 Personen und somit insgesamt 6468 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 5,4 Prozent.
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