Jugend an die Macht

Weidens Nachwuchs soll schon früh "Demokratie leben". Ab Januar 2016 könnte deshalb ein Jugendforum die Arbeit aufnehmen. Wichtige Weichen werden am Donnerstag gestellt.

Ausstellungen, Aktionstage, Konzerte, Festivals. Über solche und ähnliche Projekte könnte das Jugendforum entscheiden. An Mitteln mangelt es nicht. Über bis zu 5000 Euro pro Jahr könnten die Forumsmitglieder dazu selbstständig verfügen - Geld aus dem Bundesförderprogramm "Demokratie leben!", dem Nachfolger der auch in der Max-Reger-Stadt erfolgreichen Serie "Toleranz fördern - Kompetenz stärken". Ein Vorbereitungstreffen beginnt am Donnerstag, 8. Oktober, um 18 Uhr im Seminarraum des Jugendzentrums.

Jugendforum? "Nicht zu verwechseln mit Jugendparlament", merkt Herbert Schmid von der Weiterbildungseinrichtung "Arbeit und Leben" an. Während in einem "Parlament" Zugänglichkeit, Kriterien und Verantwortlichkeiten genau geregelt sind, ist das Forum grundsätzlich offen für alle, form- und wandelbar. Gänzlich andere Aufgaben und Zielsetzungen haben etwa der Jugendhilfeausschuss im Rathaus und die Vollversammlung des Stadtjugendrings.

Demokratie lernen

Die Einladung zum Mitmischen im Forum richtet sich insbesondere an junge Leute zwischen 14 und 27 Jahren, die bereits in Schülermitverwaltungen und Jugendverbänden aktiv sind und/oder sich im Jugendtreff "Scout" und im Jugendzentrum engagieren. Das Forum entscheidet über Projekte, für die es im Einzelfall Beträge bis 400 Euro bewilligen kann.

Zur Seite stehen ihm "Coaches" aus Reihen des Stadtjugendrings und von "Arbeit und Leben". Für Ideen, deren Umsetzung und Förderung allerdings sind die Forumsmitglieder selbst zuständig. Zunächst müssen sie sich organisieren. Wie groß soll ihr Jugendforum sein? "Mit mehr als einem Dutzend Mitgliedern wird's schwierig", weiß Schmid. "Und weniger als sechs wären nicht repräsentativ." Dabei wünscht sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dass der "repräsentative Querschnitt der Jugend einer Stadt" in dem Gremium wirkt. Ziel: Die jungen Menschen sollen schon früh in demokratische Prozesse eingebunden werden. "Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit", wie es in der Projektbeschreibung heißt.

Am 24. September gab es ein erstes Treffen. Die damaligen Teilnehmer aus Juz, "Scout" und Verbänden wollen ihre Arbeit nun auf breitere Basis stellen und laden zu einem zweiten Infoabend. Herbert Schmid sowie Susanne Reinhardt von der Stadt Weiden erläutern Ziele und Aufgaben des Bundesprogramms und geben Hinweise zum Jugendforum.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.