Jugend-Delegation im Partnerlandkreis - Austausch weiter forcieren
Radiostars in Schottland

Achtung Aufnahme! Jugendpflegerin Claudia Mai (rechts) und ihr Begleitteam im Studio des Radiosenders Oban FM. Die Schotten interviewten die Oberpfälzer über die Partnerschaft der Landkreise Amberg-Sulzbach und Argyll & Bute. Bild: hfz
Es nieselt im Landkreis Amberg-Sulzbach, genauso wie in der schottischen Region Argyll & Bute - wie es sich für eine Partnerschaft gehört. Diese Woche aber machte Kreisjugendpflegerin Claudia Mai auf der Insel gut Wetter.

"Juhuu - wir geben ein Interview", freute sie sich, nachdem sie der Radiosender Oban FM ins Studio eingeladen hatte. Claudia Mai und sechs weitere in der Jugendarbeit tätigen Fachkräfte sind am Montag nach Schottland geflogen, um den Austausch mit dem Partnerlandkreis auszubauen. Der Radiosender hat seinen Sitz in Oban, einem Küstenstädtchen mit rund 8500 Einwohnern im Zentrum der Region Argyll & Bute.

Im Verwaltungssitz

"Das Programm ist sehr anspruchsvoll", berichtet Mai aus Schottland. "Wir sind den ganzen Tag unterwegs." Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Besuche bei Jugendtreffs, in Jugendparlamenten und -foren sowie Gespräche mit Kommunalpolitikern, die sich im Jugendbereich engagieren. "Unser erstes Treffen fand bei einer Art Jugendberatungsstelle für Ausbildungsplätze statt", erklärt Mai. "Anschließend lernten wir das Jugendcafé in Oban und ein altersübergreifendes Gartenprojekt kennen."

Einige Zeit verbrachten die Teilnehmer der Exkursion auch an der integrativen Schule in Lochgilphead, dem Verwaltungssitz von Argyll & Bute. "Hier geht es um Bildung vom Kleinkindalter bis zum Schulabschluss. Besonders hervorzuheben ist die Breite der Ausbildung - allem voran die Kunsterziehung." Die Kreisjugendpflegerin kehrt nun mit einem riesigen Rucksack voller Ideen aus Schottland zurück. Die Partnerschaft zwischen den beiden Landkreisen berge noch viel Potenzial.

"Ich habe gestern einen Jugendarbeiter kennengelernt, der voller Pläne ist. Auch seine Töchter und deren Freundinnen haben wir kennengelernt. Auch sie möchten gern einen Jugendaustausch mit aufbauen." Jedoch sei aus allen Interessensbekundungen herauszuhören, dass der Partnerlandkreis sehr von Sparmaßnahmen betroffen ist und nur wenig Geld für die Jugendarbeit bleibt. Mai: "Ich bin mir aber sicher, dass wir weiterhin in Kontakt bleiben und etwas Neues aufbauen können."
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.