Jugendliche auf Arbeitsuche

Im Agenturbezirk Weiden waren im Ferienmonat August 5380 Personen (plus 247) arbeitslos. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich in den vergangenen vier Wochen um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent (Vorjahr: 4,7 Prozent). Vor allem wegen der Jugend.

Hauptursache für die höheren Arbeitslosenzahlen ist die vorübergehende Sucharbeitslosigkeit junger Menschen. "Viele Jugendliche haben ihre Ausbildung beendet und suchen einem neuen Arbeitgeber", informiert Bernhard Lang, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Weiden. Insgesamt 775 junge Personen unter 25 Jahren waren im Berichtsmonat arbeitslos. Im Vergleich zum Juli ein Anstieg um rund 33 Prozent (192 Personen). "Somit hat sich insbesondere die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III erhöht", so Lang. Gute Chancen am Arbeitsmarkt bieten sich Ausbildungsabsolventen und Fachkräften: Die Arbeitgeber in der Region meldeten insgesamt 1420 freie Stellen.

Rund 1480 Menschen meldeten sich im August neu bzw. erneut arbeitslos. Genau 10 Prozent aller Erwerbslosen waren Menschen mit Behinderungen. Im Vergleich zum Vorjahr sind in dieser Personengruppe 43 Menschen (7,4 Prozent) weniger gemeldet. Dazu Lang: "Mit unserem neuen Projekt ,Hand in Hand' für schwerbehinderte Menschen hoffen wir, diese Entwicklung weiter voranzutreiben. Unser Arbeitgeber-Service und unsere Reha-Spezialistin Regina Ram informieren interessierte Personalentscheider umfassend zum neuen Förderprogramm unter Telefon 0961/409 3500 oder 0961/409 2648."

Positiv ausgewirkt auf das Arbeitsmarktgeschehen hat sich der weiterhin hohe Einstellungsbedarf der Firmen und Unternehmen. So beendeten im Agenturbezirk Weiden 1235 Personen ihre Arbeitslosigkeit.

Bei der Arbeitsagentur waren im August 2366 Männer und Frauen gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren etwa 230 Menschen mehr registriert. Die Jobcenter Weiden-Neustadt und Tirschenreuth waren für nahezu unverändert 3014 Arbeitslose zuständig.

Dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur wurden 545 neue Arbeitsstellen (nun insgesamt 1420) gemeldet. Dies sind 19 Prozent mehr Stellenzugänge als im Vormonat. "Unser Ziel ist es, dass die arbeitslosen Jugendlichen möglichst nahtlos in eine neue Beschäftigung starten."

Arbeitskräfte suchen das Verarbeitende Gewerbe (491 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (269) sowie Verkehr- und Logistikbetriebe (181). Dabei kommt ein Viertel aller Arbeitsstellen aus der Zeitarbeitsbranche (384 Angebote).

Über Beratungs- und Fördermöglichkeiten für Betriebe wie ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) oder die Assistierte Ausbildung (AsA) informiert der Arbeitgeber-Service der Agentur (Telefon 0800/4555520). Insbesondere für lernbeeinträchtigte oder sozial benachteiligte Jugendliche und deren Ausbildungsbetriebe können mit entsprechenden Förderprogrammen gute Ausbildungserfolge erreicht werden. Lang ergänzt: "Flexibilität bei der Einstellung ist auch bei den Personalverantwortlichen notwendig."
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