Junge Union stellt Umfrageergebnisse zur Sedanstraße vor
"Bleiben wie sie ist"

Der Schock über die Sedanstraßen-Sperrung sitzt immer noch tief. Bei ihrer Umfrage unter über 50 Geschäftsleuten der Innenstadt fand die Junge Union nur zwei Kaufleute, die sich nicht nachhaltig gegen einen erneuten Testlauf aussprechen. Die Innenstadt, so fasste JU-Kreisvorsitzende Maria Sponsel die Ergebnisse zusammen, habe ganz andere Probleme als die Testsperrung der "Innenstadt-Spange". "Die Sedanstraße soll bleiben, wie sie ist."

Die Junge Union betrat mit der Umfrage Neuland, stellten am Freitag auch stellvertretender Kreisvorsitzender Marcus Hayo und Schriftführer Peter Schröpf fest. "Die Kaufleute freuten sich darüber, dass nicht über sie, sondern mit ihnen gesprochen wurde", berichtete Sponsel. Nahezu alle Befragten verwiesen auf die massiven Umsatzeinbußen bei der Sperrung in der Osterwoche und danach. Die Kundenfrequenz sei deutlich abgesunken. Beschilderung und fehlende Vorbereitung hätten für Chaos in der Verkehrsführung und bei der Parkplatzsuche geführt. Eine Sperrung der Sedanstraße führe zur Verödung der Innenstadt.

Einig waren sich alle Befragten (35 Briefe kamen zurück, mit über 15 wurden längere persönliche Gespräche geführt), dass die Einkaufsstadt einen zusätzlichen Einkaufsmagneten braucht. Dieser könne die Stadtgalerie sein. Es fehlte nicht an Vorschlägen für eine weitere Belebung: Ring- und Goethestraße, auch die Sebastianstraße sollten zur Fußgängerzone werden. Oberer und Unterer Markt sollten besser ausgeleuchtet, der Christkindl-Markt attraktiver werden. Ganz oben auf der Wunschliste standen günstige oder kostenfreie (eine Stunde) Parkplätze, ein "nachvollziehbares, aktives Parkleitsystem" (wo gibt es wie viele freie Plätze?), intelligente Ampelschaltungen (auch in der Sedanstraße) und mehr Aktionen in der Innenstadt. Hier klagten die meisten über den unflexiblen Umgang mit neuen Attraktionen, "die zu schnell an bürokratischen Hürden scheitern".
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