Junges Jubiläum

Sie ist die jüngste der Weidener Pfarreien. Eine 50-Jahr-Feier kann Maria Waldrast ab Samstag, 17. Oktober, trotzdem schon begehen: Vor einem Jahrhundert wurde ihr Gotteshaus geweiht. Dabei ist seine Historie noch viel länger - und im wahrsten Sinne des Wortes bewegt.

Ein ganzes Jahr wollen sie das Jubiläum begehen: Ab Samstag, 17. Oktober, feiert Maria Waldrast die Konsekration seines Gotteshauses vor 50 Jahren. Seines heutigen. Denn die Geschichte reicht noch etwas weiter zurück. Genaugenommen bis 1934/35. Bis dahin fehlte ein geistliches Zentrum in der Stadtrandsiedlung Pressather Wald. Auf Veranlassung des Päpstlichen Hausprälaten Fr. X. Fleischmann versetzten dann Arbeiter die damalige Wieskapelle von der Ecke Weißenburger-/Ringstraße - also vom Standort des ehemaligen Hertie - in die Siedlung. Sie wurde vergrößert und erhielt den Namen "Maria Waldrast" mit dem Titel "Mariä Heimsuchung".

Zäsur 1964

Weil die Siedlung bald aber stark anwuchs, genügte das Kirchlein den seelsorgerlichen Erfordernissen nicht mehr. Deshalb entschloss sich Stadtpfarrer Georg Eckl, mit Zustimmung des Bischöflichen Ordinariates Regensburg die Kirche abzubrechen und ein neues, größeres Gotteshaus mit Priesterwohnung errichten zu lassen. Am Patroziniumstag des alten Kirchleins, am 5. Juli 1964, feierte die Gemeinde mit zahlreicher Beteiligung aus der ganzen Stadt zum letzten Mal dort Gottesdienst.

Architekt der neuen und größeren Kirche Maria Waldrast wurde der Weidener Heinz Meckler. Den Bau übernahm die Firma Striegl aus Weiden. Bei der Grundsteinlegung am 28. März 1965 durch den Päpstlichen Hausprälaten Domkapitular Augustin Kuffner, Finanzdirektor der Diözese Regensburg, stand auf der Urkunde: "So tritt nun Maria Waldrast als jüngste Weidener Seelsorgegemeinde neben St. Josef, Herz-Jesu, St. Konrad, St. Johannes und die Mutterpfarrei St. Elisabeth."

Am 16. Oktober 1966 schließlich folgte die Konsekration der neuen Kirche durch Bischof Dr. Rudolf Graber. Maria Waldrast wurde eine eigene Seelsorgestelle mit der Pfarrkuratie unter der Hoheit von St. Elisabeth.

Das Jubiläum will die Pfarrei nun ein Jahr lang begehen. Auftakt ist am 17. Oktober um 17 Uhr mit einem Festgottesdienst. Dazu sind alle Vereine des Stadtteils mit Fahnenabordnungen eingeladen. Für die Kinder gibt es einen Wortgottesdienst in der Unterkirche, der sich zur Gabenbereitung mit dem Festgottesdienst in der Oberkirche verbindet.

Um das Kirchliche und Weltliche zu verbinden, wird außerdem ein "Kirwabaum", gestiftet von der Stadt, aufgestellt. Nach dem Gottesdienst führen "D'Altbairischen" zusammen mit Kindern des Kinderhauses Maria Waldrast unter der Leitung von Christa Binner und Claudia Romeis einen "Bandl-Tanz" auf. Bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung im Pfarrsaal statt. Maria Waldrast lädt zur Feier explizit auch Gäste aus den anderen Pfarreien und Stadtteilen ein.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.