Juradistl blüht weiter

Acht Männer machen sich für das Juradistl-Projekt stark (von links): die Landräte Thomas Ebeling (Schwandorf), Richard Reisinger (Amberg-Sulzbach), Regierungspräsident Axel Bartelt, der Neumarkter Landrat Willibald Gailler sowie die Geschäftsführer der Landschaftspflegeverbände Neumarkt, Regensburg, Schwandorf und Amberg-Sulzbach, Werner Thumann, Josef Sedlmeier, Christian Meier und Richard Lehmeier. Bild: gf

Die Naturschutzmarke "Juradistl" kennt man weit über die mittlere Oberpfalz hinaus. Sie ist hier gut verankert. Regierungspräsident Axel Bartelt sieht aber auch noch viel Ausbau-Potenzial.

Die Landkreise Regensburg, Schwandorf, Amberg-Sulzbach und Neumarkt sowie deren Landschaftspflegeverbände sollten diese Aufgabe gemeinsam angehen, sagte Bartelt gestern im Umweltbildungszentrum Haus am Habsberg bei der Vorstellung der bis 2020 laufenden neuen Juradistl-Projektphase.

Eines der wichtigsten Naturschutzprojekte in der Oberpfalz, Juradistl, werde für die nächsten fünf Jahre fortgeschrieben, sagte der Neumarkter Landrat Willibald Gailler. Damit könne eine wichtige naturbelassene Landschaft erhalten werden. Das nachhaltige Projekt existiere schon über ein Jahrzehnt. Landrat Richard Reisinger betonte, Juradistl sei ein Gewinn für alle, für den Naturschutz, die Gastronomie und den Tourismus.

Im Auftrag der Regensburger Landrätin Tanja Schweiger betonte Josef Sedlmeier, der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Regensburg, dass das Juradistl-Projekt das beste Werkzeug sei, die Region mittlere Oberpfalz voranzubringen. Vier Landkreise und deren Landschaftspflegeverbände arbeiteten hier erfolgreich zusammen, betonte der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling, und stetig steige die Nachfrage nach Juradistl-Produkten auch in seinem Landkreis.

Werner Thumann, der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Neumarkt, zweifelt nicht am Erfolg des Juradistl-Projekts, da hier vier Landkreise als enger Biotopverbund konstruktiv zusammenarbeiteten. Zum Juradistl-Lamm meinte Thumann, dass dies zwar teurer als importiertes Lammfleisch sei, dass es aber weitaus besser schmecke und daher immer häufiger auf den regionalen Speisekarten zu finden sei.

Das Biodiversitätsprojekt Juradistl zähle seit Jahren zu den größten Naturschutzprojekten der Oberpfalz und flächenmäßig auch zu den größten in Bayern, betonte Regierungspräsident Bartelt.

Thomas Schwarz vom Projektbüro "landimpuls" fasste Juradistl als Naturschutz ohne Grenzen auf einem Fünftel der Fläche der Oberpfalz zusammen. 2,8 Millionen Euro seien in Landschaftspflegemaßnahmen investiert worden, und der Gesamtumsatz mit dem Juradistl-Lamm liege bei 5 Millionen Euro. Weitere Ziele seien Förderung von Grünland und Streuobstwiesen, extensiver Ackerbau, der auch Wildkräuter zulasse, und neue alte Nutztierrassen.

Von der Qualität der Juradistl-Produkte konnte man sich im Partnerbetrieb Landgasthof Meier in Hilzhofen dann kulinarisch überzeugen.
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