Kalter Ostwind, erster Schnee
So wird's am Wochenende

Weiden. Ein bisschen Winter geht anscheinend doch. Passend zur Glühweinzeit des Jahres 2014 zeigt "General Frost", dass er sich noch nach Europa traut. Erhalten bleibt dabei allerdings das Hochnebel-Sonne-Spiel, und angesichts des böig-böhmischen Windes verhält es sich mit der Dezembersonne wie mit Teilen der hohen Politik: Sie blendet, wärmt aber nicht.

Insgesamt wird trotz der möglichen ersten Flocken in der kommenden Woche ein bisschen an frostiger Atmosphäre gebastelt. Aber unter Hochdruckeinfluss bleiben Niederschläge Mangelware, richtiger Schnee also noch entsprechend fern. Ob der Winter tatsächlich einzieht - oder von windig-milden Geschwadern aus Westen wieder verdrängt wird -, wird sich erst im Laufe der kommenden Woche zeigen.

Am besten stehen die Sonnenchancen noch am heutigen Freitag . Leider nicht für alle. Denn der Hochnebel aus Tschechien bekommt durch einen strammen, kräftig auflebenden Böhmischen Wind vor allem in den direkten Grenzgebieten immer wieder Nachschub. So wird's rund um Eslarn und Georgenberg also schwerer mit den Auflockerungen als in Richtung Steinwald und Naabtal. Wo der Hochnebel aufreißt, sind nur wenige Wolken darüber. Entsprechend ist die Temperatur von Ost nach West gestaffelt: Wenig über 0 Grad in Waidhaus, 2 in Windischeschenbach und 4 in Weiherhammer. In der Nacht zu Samstag verdichten sich Nebel und Hochnebel überall wieder bei Temperaturen um und etwas unter 0 Grad.

Überwiegend trüb durch anhaltenden Hochnebel wird dann der Samstag . Die graue Suppe wird kompakter und lässt tagsüber wahrscheinlich nur sporadisch Lücken zu. Am ehesten klappt das wieder von Parkstein bis in den Steinwald. Mit dem weiterhin recht kräftigen Böhmischen Wind fühlen sich die 1 Grad in Waldthurn, 3 in Neustadt/WN und 4 in Pressath deutlich kälter an. In der Nacht zu Sonntag verhindert der Hochnebel aber auch größeren Frost. Meist bleiben die Werte um den Gefrierpunkt herum.

Zum 1. Advent ändert sich wenig. Meist bleibt es grau und trüb mit Zufallsaufheiterungen. Über 800 Meter könnten die Bergspitzen durch eine absinkende Nebelobergrenze aus dem Grau herausragen. Spätnachmittags und abends wird es in den Niederungen klarer. Die Temperaturen bleiben nahezu unverändert bei 1 Grad in Eslarn, 3 in Weiden und 4 in Eschenbach. In der Nacht sacken sie unter zunehmend klarem Himmel auf -2 bis -4 Grad ab.

In der neuen Woche bleibt es bei ruhigem, vor allem am Montag und Dienstag aber öfter sonnigem Wetter. In der Nacht zu Mittwoch und am Mittwochvormittag gibt es hier und da vorübergehend eine kleine Überraschung mit leichten Schneefällen. In der zweiten Wochenhälfte ist es überwiegend hochnebelig. Tagsüber liegen die Temperaturen allgemein bei -2 bis +3 Grad, in den Nächten ist es oft frostig, bei Aufklaren sind bis zu -6 Grad möglich.
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