"Kampagne" hinterlässt Spuren

Einwände gegen den überarbeiteten Bebauungsplan tischt Heiner Schreml (Zweiter von links) auf. Als Privatmann. Denn die BI "Weiden - Unsere Stadt" stellt ihre Arbeit ein, wie Vorsitzender Fritz-Dieter Doenitz (rechts) am Mittwochabend bekanntgab. Bild: Otto

Die Bürgerinitiative "Weiden - Unsere Stadt" löst sich auf. Nicht aber die Kritik am innerstädtischen Einkaufszentrum. Jetzt kündigt Architekt Heiner Schreml Widerstand an.

Noch am heutigen Freitag kann Einspruch gegen den überarbeiteten Bebauungsplan zur Stadtgalerie erhoben werden. Architekt Heiner Schreml kündigte an, von diesem Recht Gebrauch zu machen. In der letzten Versammlung der Bürgerinitiative "Weiden - Unsere Stadt" kritisierte er sowohl Stadt als auch Investor. Weiden habe jeden Einfluss längst abgegeben. Investor Fondara könne machen, was er wolle. Schreml monierte neben baurechtlichen Mängeln unter anderem die überdimensionierte Größe, einen zu eng gefassten Außenbereich und die architektonische Qualität des Projekts.

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Prof. Dr. Fritz-Dieter Doenitz, zeigte die Entwicklung der Zusammenarbeit mit Stadt und Investor auf. Lange habe man sich auf einem guten Weg geglaubt. "Fondara hat uns zugesichert, dass sie die Verkaufsfläche zu nahezu 100 Prozent an auswärtige Firmen vermietet. Das hat uns beruhigt." Man habe die Arbeitsatmosphäre beiderseitig durchaus als tragfähig empfunden.

"Heftige Reaktion"

Auf der Bürgerversammlung im November, als der Bebauungsplan vorgestellt wurde, habe man sich zu Wort gemeldet. "Wir hatten aber nicht das Gefühl, von Fondara mit unseren Anmerkungen ernst genommen zu werden", so Doenitz. Eine schriftliche Stellungnahme und das Angebot zu einer weiteren Zusammenarbeit sei ohne Reaktion geblieben. Im Januar habe man noch dem OB eine Dreierrunde mit Fondara vorgeschlagen. "Die wurde aber schlichtweg abgelehnt." Als die BI ihre Stellungnahme zum Bebauungsplan der Öffentlichkeit vorstellte, sei die Reaktion "heftig" gewesen. "Sie nahm den Charakter einer gegen uns gerichteten Kampagne an." "Der neue Tag" habe sich in den Kommentaren um 180 Grad gedreht. "Offenkundig gesteuerte Leserbriefe hochrangiger SPD-Vertreter griffen uns ohne jeden sachlichen Hintergrund polemisch an", erinnert Doenitz an Begriffe wie "Zukunftsverhinderer", "Möchtegern-Experten" oder "Ältestenrat". Und Fondara habe die Zusammenarbeit mit der BI beendet: "begründet mit der Unwahrheit, wir wollten den Standort verhindern".
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