Kaolinrevier sucht frisches Blut

Außer der Reihe gab sich der Förderverein Geopark Kaolinrevier eine neue Führungsmannschaft (von links): stellvertretender Vorsitzender Josef Reindl, Revisor Gerhard Siegert, Vorsitzender Hermann Falk, der ausgeschiedene und mit Dankesworten überhäufte Ex-Vize Hans Drexler, Kassier Siegbert Gmey und der Mentor des Vereins und frühere Leiter des Bergbau- und Industriemuseums Theuern, Dr. Helmut Wolf. Bild: Lobenhofer

Dass es sich lohne, für den Förderverein Geopark Kaolinrevier tätig zu sein, betonte dessen Ex-Vorsitzender, der Schnaitten-bacher Bürgermeister Josef Reindl. Er stützte sich damit vor den Neuwahlen auf den Erfolg des Flyers, der 2013 mit einer Auflage von 5000 Exemplaren herausgegeben worden war: "Der geht gut an die Hand und findet viele Interessierte", sagte er.

Die Kommunalwahlen vom März brachten in der Region diverse Veränderungen bei der personellen Zusammensetzung der Gremien in Städten und Gemeinden der Region - eine Entwicklung, die sich nun in verschiedenen Zusammenschlüssen fortsetzt. Jüngstes Beispiel: der Förderverein Geopark Kaolinrevier, dem bisher der Schnaittenbacher Bürgermeister Josef Reindl vorstand, vertreten von seinem einstigen Hirschauer Amtskollegen Hans Drexler.

Platz für Wechsel

Beide machten nun im Sportpark am Fuße des Monte Kaolino außerhalb der Reihe - Neuwahl wäre eigentlich erst 2015 gewesen - Platz für einen Wechsel. Während Drexler aus der Führungsmannschaft ausschied, legte Reindl den Vorsitz nieder, um dem neuen Hirschauer Bürgermeister Hermann Falk ans Ruder zu lassen. Der bisherige Frontmann ordnet sich nach der Neuwahl an zweiter Position ein. Beide wurden jeweils einstimmig gewählt. Den Schriftführerposten übernimmt Katrin Enderer (Stadtverwaltung Hirschau) von Hermann Falk. Unverändert bleiben die Posten des Kassiers mit Siegbert Gmey sowie die der Revisoren mit Gerhard Siegert und Rudolf Bergmann.

Zuallererst Stadträte

Vor der Wahl hatte Reindl betont, dass nach wie vor die Sicherung und der Erhalt des Industriepfads im Fokus des 40 Mitglieder zählenden Vereins stehe. Zur Stärkung des Zusammenschlusses appellierte er einmal mehr an die Anwesenden, die Werbetrommel zu rühren, um frisches Blut generieren zu können. Gedacht sei dabei in erster Linie an neugewählte Stadträte im Kaolinrevier.

Der Mentor des Vereins und frühere Leiter des Bergbau- und Industriemuseum Theuern, Dr. Helmut Wolf, freute sich, dass der Pfad und dessen Einrichtungen weitgehend von Vandalismus verschont geblieben seien, abgesehen von einigen Schmierereien. Angesichts der stetig zunehmenden Zahl von Industrie- und Themenpfaden allüberall habe das Interesse vor Ort ein wenig nachgelassen: "Etwas mehr wäre schon wünschenswert", unterstrich er.

Gleichwohl kündigte Wolf weitere Themenwege bei Massenricht und Freihung (Motto "Expedition Erdgeschichte - Oberpfalz Westböhmen") samt Kooperation mit dem tschechischen Bergbaumuseum Planá sowie rund um den Theresienstollen in Amberg an. Wolf machte deutlich, dass man sich bei solchen Wegen an einer maximalen Gehzeit von zwei Stunden orientieren müsse: "Bei allem, was darüber hinaus geht, wird's kritisch von der Resonanz her."

Der Anregung von Gerhard Siegert, den Industriepfad in Schnaittenbach in Richtung Osten fortzusetzen, stand die Versammlung positiv gegenüber, schließlich stünden sich in diesem Bereich der Kaolinabbau von gestern, heute und morgen gewissermaßen gegenüber.
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