Katholischer Frauenbund benennt sein Schwerpunktthema 2015/16 und fordert Entschleunigung ein
Globalisierung raubt Zeit zum Leben

Amberg-Sulzbach. (u) "LebZeiten" heißt für die nächsten beiden Jahre das Schwerpunktthema des Katholischen Frauenbundes. Damit sollen die vielschichtigen Zusammenhänge von Leben, Lebensqualität und Zeit aufgegriffen werde. Welche Ziele der Verband damit verfolgt, darüber wurden die Führungskräfte der Zweigvereine des Frauenbund-Bezirks Sulzbach-Rosenberg im Pfarrheim in Hirschau unterrichtet.

Diese Aufgabe hatten Diözesanvorsitzende Karin Schlecht und Bildungsreferentin Gisela Niklas-Eiband übernommen. Beide Referentinnen verdeutlichten, weshalb der Verband 2015/2016 dieses Schwerpunktthema gewählt habe. Denn unbestreitbar sei, dass die zunehmende Zeitnot in Gesellschaft, Wirtschaft, Familie und dem privaten Bereich immer mehr spür- und sichtbar würden. Die Ursachen seien zwar vielfältig, doch die zunehmend global vernetzte, niemals zur Ruhe kommende Ökonomie stelle wohl das Hauptproblem dar.

Deshalb solle Sensibilität geweckt werden für den Appell: "Lebe bewusst, aufmerksam, standfest. Sei selbst die Gestalterin von Leben und Zeit!" Niklas-Eiband benannte vor diesem Hintergrund Ansätze der Entschleunigung, die im Alltag gut umzusetzen seien: Bewusstes Innehalten, das Alltägliche würdigen, Mußestunden einlegen, das Pflegen von Ritualen, Zeit bewusst nicht verplanen und anderen Menschen schenken. Beide Referentinnen stellten konkrete Ideen vor, wie "LebZeiten" in die Arbeit der Zweigvereine eingebracht werden kann.

Neben dem neuen Schwerpunktthema wurden den Führungskräften weitere Bildungsangebote des Frauenbundes im nächsten Jahr vorgestellt. Sie wahrzunehmen, sei ausdrücklich nicht an eine Mitgliedschaft gebunden. Zudem orientiere sich das Programm an den Bedürfnissen und Interessen verschiedener Altersgruppen auf der Grundlage eines zeitgemäßen christlichen Werteverständnisses.

Auf Diözesanebene wird es angesichts des Erfolgs in der Vorjahren während der Fastenzeit auch 2015 in Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Misereor die Aktion "Solibrot" geben. Außerdem, so ein Appell, werden die Mitglieder angehalten, das Projekt eines geplanten Buchs mit alten, fast vergessenen Kinderliedern, Finger- und Hüpfspielen und ähnlichen "Schätzen" alter, einfacher Spiele mitzugestalten.
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