Kein leichter Fang für Fischer

Die Leidenschaft fürs Angeln und den Fisch verbindet die Mitglieder des Fischereivereins. Einige freuten sich über Ehrungen für ihre Treue. Harry Nimmerjahn wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Bild: uz

"2014 war auch für uns kein leichtes Jahr", machte der Vorsitzende des Fischereivereins, Karl Heinz Albert, bei der Jahreshauptversammlung im Postkellersaal deutlich. Zum Jahreswechsel sei die Pacht entlang der 20 Kilometer langen Fließwasserstrecke abgelaufen. Es sei gelungen, moderate Ergebnisse auszuhandeln.

(uz) Zwei der acht Verpächter verzichteten auf eine Erhöhung. Sieben habe er überzeugen können, nicht nur wie üblich für zehn, sondern für 20 Jahre zu verpachten. "Alle Verpächter sind mit uns sehr zufrieden und so soll es auch bleiben." Dies sei das Ergebnis eines jahrelangen guten Verhältnisses. Daher sein Appell an die Angler: "Beachtet die Fischereibestimmungen. Benehmen wir uns am Gewässer so, wie sich ein Fischer, Naturfreund und Tierschützer verhalten sollte." Die Gewässer sind mit Bachforellen, Nasen, Schleien, Hechten, Zandern, Brachsen und Aalen besetzt worden. Der Berichtszeitraum sei einer mit vielen Grill- und Schlachttagen gewesen: Osterfischverkauf, Maibaumaufstellen, Bürgerfest, Fest im Park, Fischerfest und eine dreitägige Ferienaktion am Auweiher. Das "Schlachtteam" habe rund 2500 Forellen geschlachtet. "Eine beachtliche Leistung, die unserem Verein auch finanziell gut tut."

Hinsichtlich der Fischereibestimmungen habe es keine großen Veränderungen gegeben. Je Angeltag dürften fünf Pfund Fisch und zwei Brachsen gefangen werden. Der Verein habe 20 Fischereiaufseher, die auch einige grobe Verstöße feststellen mussten. So seien Fische geangelt worden, die nicht in die Angelliste eingetragen gewesen seien oder es wurde in gesperrten Gewässern oder mit drei Ruten gefischt. Ein Mitbürger sei von der Polizei am Flutkanal mit einem Hecht aufgegriffen worden. Dabei sei festgestellt worden, dass sein Tageserlaubnisschein gefälscht gewesen sei. Daher Alberts Order: "Nicht wegsehen, sondern handeln."

In Öd bewirtschafte man drei Teiche mit je einem Hektar. Derzeit zähle der Verein 438 zahlende Mitglieder. Ein Dank galt OB Kurt Seggewiß und dem Stadtrat für die Unterstützung trotz schlechter Haushaltslage, aber auch Feuerwehr und Polizei. Zum Ehrenmitglied wurde Harry Nimmerjahn ernannt. Die Vereinsnadel in Gold für 40-jährige Treue erhielten Josef Klement, Christa Klement, Hans Meindl und Karl Zuber. Das Verdienstabzeichen in Gold ging an Gerhard Rauch, Enrico Umann und Johann Frischholz. Das Verdienstabzeichen in Silber erhielten Thomas Albert, Hans Erich Jenke, Robert Pöll und Alfons Heidingsfelder. Für 50-jährige Treue wurden Ferdinand Lorenz und Rudolf Lorenz geehrt.
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