Kein Zweiter

Wie der Direktorin des Kepler-Gymnasiums überreichte OB Kurt Seggewiß auch Heribert Zeis, dem neuen Chef der Pestalozzi-Schule, ein Buch über Weiden. Bild: Steinbacher

"Das ist der Neue", stellt Oberbürgermeister Kurt Seggewiß den zukünftigen Rektor der Pestalozzischule vor. Beim Antrittsbesuch im Rathaus wirkt Heribert Zeis jedoch viel selbstbewusster als der typische Klassenneuling. Als Schulleiter hat er immerhin schon elf Jahre Berufserfahrung.

An der Mittelschule in Neustadt hat er vorher gewirkt. "Es ist schwierig, nach so langer Zeit die Zelte abzubrechen." Doch er finde es immer gut, etwas Neues zu versuchen. Bereits als Konrektor in den Hauptschulen in Pirk und Windischeschenbach von 1999 bis 2004 habe er gemerkt, dass es ihm Spaß mache, Verantwortung zu übernehmen. Der Rektoren-Job beinhalte viel mehr Managementaufgaben als die Lehrertätigkeit. Deshalb seien viele Studienräte sehr verhalten, wenn es um den Karriereaufstieg geht.

Herausforderungen scheut der 57-Jährige nicht. Immerhin hat sich der gebürtige Oberfranke in die tiefste Oberpfalz vorgewagt. Seit Jahrzehnten wohnt er in Ilsenbach und hat dort auch ein "Urgestein" geheiratet. Ein ganzer Oberpfälzer ist er jedoch noch nicht in dem Dorf, in dem ihm die Feuerwehr anfangs sagte: "Wenn du es 50 Jahre hier aushältst, bist du ein halber Oberpfälzer."

Große Schwierigkeiten mit der Umgewöhnung wird der neue Rektor auch nicht in seinem neuen Aufgabengebiet haben. Genauso wie die Neustädter Bildungseinrichtung ist auch die Pestalozzischule eine Ganztagsschule und bietet die Mittlere Reife an. Neu in Weiden ist die Praxisklasse, in der Schüler mit Leistungsschwächen im Abschlussjahr bereits drei Tage pro Woche in Betriebe integriert werden.

Die Sommerferien nutzt Zeis, um sich einzuarbeiten und die Schule kennen zu lernen. "Bis jetzt habe ich ein ganz gutes Gefühl." Ganz wichtig sei ihm auch eine gute Zusammenarbeit mit dem Kollegium. Der neue Rektor hat ambitionierte Ziele: "Ich will die Lehrer süchtig machen nach Unterricht."

Er habe jedoch auch nicht vor, im neuen Job alles anders zu machen. "Aber ich will auch kein zweiter Herr Schwertsik werden." Er wolle die nächsten Monate das Schulleben und auch die Problemfelder kennenlernen. "Ich freue mich, wenn ich angenommen werde, auch in meinen Eigenheiten", sagt Heribert Zeis.
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