Keine Asylbewerber: Kliniken AG will neue Nutzungmöglichkeiten prüfen
Lösung fürs Wohnheim gesucht

(wüw) Im ehemaligen Schwesternwohnheim des Krankenhauses wird es keine Unterkünfte für Asylbewerber geben. Was Landrat Andreas Meier am Sonntag beim Neujahrsempfang der Eschenbacher CSU versprach, will auch die Führung der Kliniken Nordoberpfalz AG halten.

"Die Information war mit uns abgesprochen", bestätigte der Finanzvorstand der AG, Manfred Tretter, auf Nachfrage. Wie es mit dem Gebäude weitergeht, ist damit wieder offen. Derzeit sind Wohnungen und Zimmer zum Teil vermietet, eine Menge Räume stehen aber auch leer. "Derzeit ist das Gebäude für die Kliniken AG defizitär", sagt Tretter.

Der Finanzchef der AG macht kein Geheimnis daraus, dass er dies gerne ändern würde. "Natürlich sind wir bemüht, unsere Immobilien wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen." Wie dies im Fall des früheren Schwesternwohnheims aussehen könnte, könne er derzeit nicht sagen. Die AG sei auf der Suche nach einer neuen Nutzungsmöglichkeit.

Vorübergehend schien die Kliniken AG eine solche Möglichkeit in der Vermietung einzelner Zimmer und Wohnungen an die Regierung der Oberpfalz als Asylbewerberunterkunft gefunden zu haben. 60 Asylanten sollten in den nächsten Wochen dort einziehen.

Nach dem Bekanntwerden der Pläne kochte die Gerüchteküche hoch, schnell war von bis zu 150 Flüchtlingen die Rede, die in dem Heim unterkommen sollen. Eine Immobilienfirma versuche Bewohner zum Auszug zu bewegen, um Platz für "rentablere" Flüchtlinge freizumachen. Seit Sonntag ist klar, dass es dort keine Flüchtlinge geben wird.
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