Keine Ausgliederungen

Noch ist offen, ob am Ende des Jahres eine schwarze oder eine rote Null steht. Fest steht aber, dass die Kliniken Nordoberpfalz AG das ausgeglichene Ergebnis ihren Beschäftigten im Pflege, Verwaltungs- und Wirtschaftsbereich verdanken.

Im kommenden Jahr stehen bei den Kliniken Nordoberpfalz AG Tarifverhandlungen an. Vorstand Josef Götz strebt eine Verlängerung auf Basis des Öffentlichen Dienstes an. Ausgliederungen, etwa der Wirtschaftsdienste, kommen für ihn nicht in Frage, sagte er gegenüber dem "Neuen Tag". "Das entspricht nicht unserer Unternehmensphilosophie."

Neu verhandelt werden auch die Einkommen der Ärzte. Die Kliniken AG weist 280 Vollzeitstellen aus. Da auch hier Teilzeit gearbeitet wird, liegt die Zahl der Beschäftigten höher. Für sie fordert der Marburger Bund 5,4 Prozent mehr Gehalt und eine Erhöhung der Bereitschaftsdienstentgelte um 34,3 Prozent.

Insgesamt sind derzeit an den verschiedenen Krankenhäusern und sonstigen Einrichtungen der AG 1929 Vollzeitstellen ausgewiesen. Das entspricht 2900 Beschäftigten. Die Personalkosten belaufen sich insgesamt auf 124,2 Millionen, was grob zwei Drittel des Umsatzes von 188 Millionen Euro ausmacht.

Nach den letzten Hochrechnungen erwarten die Verantwortlichen für dieses Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis. Offen ist, ob's "eine rote oder eine schwarze Null" wird. Erreicht wird diese allerdings nur unter kräftiger Mithilfe der Beschäftigten (ohne Ärzte). Sie verzichten auf 0,8 Prozent ihres Jahres-Brutto-Lohns, was insgesamt etwa 650 000 Euro ausmacht.

Ausführlich ist in der letzten Aufsichtsratsitzung, die am Dienstag in Waldsassen stattfand, über eine Verbesserung der medizinischen Versorgung im westlichen Landkreis Neustadt/WN diskutiert worden. Einzelheiten wollte Vorstand Götz in der Öffentlichkeit noch nicht nennen. Zunächst ist ein Gespräch mit Roland Schusser geplant, der Mitte Oktober eine Petition mit über 3000 Unterschriften aus Eschenbach und Umgebung an Landrat Andreas Meier übergeben hatte.

Zufrieden zeigte sich Götz mit der Belegung. Mit Blick auf Weiden und Umgebung sprach er sogar von "sehr guten Zahlen". Nicht ganz so erfolgreich war man in Tirschenreuth und Waldsassen. Der Vorstand führte dies auf zwei Chefarztstellen, die länger nicht besetzt waren, und auf Umbaumaßnahmen zurück. Jetzt gehe es wieder aufwärts. Vor allem das neue Zentrum für spezielle Chirurgie sei gut angelaufen. Ganz gezielt kümmere man sich in Tirschenreuth um septische Patienten. In allen Häusern werden im nächsten Jahr Verbesserungen beim Betten- und Entlass-Management angestrebt. Wartezeiten sollen verkürzt werden.
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