Keine Quote bei Kaiserschnitt

Gastgeber Chefarzt Dr. Fritz Schneble (links) mit Experten aus Weiden, Amberg, Nürnberg und München, die beim Herbstsymposium des Perinatalzentrum (PNZ) Nordostbayern referierten. Bild: Otto

Es gibt keine feste Rate, wenn es um Kaiserschnitte geht. Auch hier muss in jedem Fall eine individuelle Abwägung erfolgen, betonte Professor Franz Kainer beim 5. Herbstsymposium Perinatalzentrum (PNZ) Nordostbayern.

Weiden. (otj) Die Veranstaltung war erneut eine gut angenommene Einladung für Spezialisten aus den Bereichen Kinderheilkunde, Gynäkologie, Geburtshilfe und Allgemeinmedizin. Sie richtete sich damit an Ärzte, Hebammen, Schwestern und Pfleger.

Einblicke in die Praxis

Die Organisatoren des Symposiums um den Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin in Weiden, Dr. Fritz Schneble, hatten sieben hochkarätige Referenten mit großer Erfahrung gewinnen können. Dr. Klaus Adam, Dr. Ines Erhardt, Professor Dr. Franz Kainer, Dr. Karlheinz Mark, Dr. Dominika Meiler, Dr. Alexander Schnelke und Dr. Heike Weigand gaben Einblicke in ihre Praxis mit zahlreichen Fallbeispielen und in die daraus gewonnenen Erkenntnisse.

Ein Schwerpunkt des Programms lag diesmal auf der Nachsorge bei Frühgeborenen und Risiko-Neugeborenen. Hier betonten Dr. Dominika Meiler und Dr. Heike Weigand die Bedeutung eines Nachsorgekonzepts, das neues wissenschaftliches Wissen und aktuelle Leitlinien beinhaltet. Im Bereich der Geburtshilfe wurde das Thema "Sectio" aktuell beleuchtet und diskutiert. Professor Franz Kainer verwies hier auf die individuelle Abwägung, wenn es um die Frage geht, ob ein Kaiserschnitt erfolgen müsse oder nicht.

Ein Beitrag befasste sich mit dem Thema "Human Factors" in der Medizin. Dr. Alexander Schnelke sprach dazu über Fehlerkultur in Krankenhäusern. Hier solle man lernen, kleine Fehler zu kommunizieren und zu dokumentieren, damit es nicht durch eine Verkettung zu einem großen Fehler mit schwerwiegenden Folgen kommen könne.

Das Perinatalzentrum Nordostbayern ist seit 2009 der Zusammenschluss der PNZ der Kliniken Nordoberpfalz AG in Weiden und des Klinikums St. Marien in Amberg. Es ist ein Level-I-Zentrum, das heißt, hier können auch extrem kleine Frühgeborene und Hochrisiko-Schwangere behandelt werden.
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