Keine weiteren Bahnhaltestellen
Stadtgeschehen

Weiden. (fku) Die Stadt soll zwei neue Bahnhaltestellen bekommen. Aber vielleicht wären noch mehr noch besser. Bürgerlisten-Stadtrat Philipp Beyer jedenfalls fragte an, inwieweit die Verwaltung auf die Ausgestaltung der Stationen Einfluss nehmen könnte. Hintergedanke: Womöglich wären Haltestellen beim Gewerbegebiet West und im Süden Weidens, etwa bei Ullersricht, sinnvoll. Außerdem, so Beyer, könnte eine Verschiebung der geplanten Station "Weiden-Nord" näher ans Freizeitzentrum Raiffeisenstraße Vorteile bringen. Daraus dürfte jedoch nichts werden.

Wie aus dem Bericht für den Hauptverwaltungsausschuss hervorging, seien zwischen Bahn und Freistaat nur die beiden bekannten Stationen vereinbart. Außerdem hänge die Wahl des Standorts nicht zuletzt von Sicherheitsaspekten und Streckenzustand (etwa, ob die Gleise vor Ort gerade verlaufen) ab. Und außerdem könnte es andere Prioritäten geben. Rechtsdezernent Hermann Hubmann jedenfalls sagte unter Verweis auf den langerwarteten barrierefreien Ausbau des (Haupt-)Bahnhofs: "Ich persönlich bin der Meinung, dass es für die Bahn in Weiden anderes zu tun gäbe." Der Ausschuss quittierte es zustimmend - die Anfrage ist damit vom Tisch.

Reaktionen Gisela Helgath protestiert

Weiden. (mte) Ja, Gisela Helgath hat Shakespeare bemüht, um die Klage der Kaufleute zu relativieren. Zugleich aber will die Grünen-Stadträtin betonen, dass sie sich - selbst Geschäftsfrau - für die Geschäftsleute einsetzt und deshalb in der gemeinsamen Sitzung des Hauptverwaltungs- und Bauausschusses für die durchgängige Fußgängerzone plädiert hat: "Die Leuten sollen nicht nur durchfahren, denn so kaufen sie nichts. Sie sollen parken, in die Innenstadt gehen, vor die Schaufenster treten und reingehen." Was es deshalb obendrein für Helgath dringend braucht, ist ein "g'scheites Parkleitsystem". Unter Strich gelte: "Es muss anders werden, wenn es besser werden soll."

Polizeibericht 25-Jähriger flutet Arrestzelle

Weiden. (ps) Der 25-Jährige war nach dem Genuss von Alkohol und Drogen offenbar nicht mehr ganz bei sich. Doch wie man eine Arrestzelle unter Wasser setzt, wusste er noch. Er verstopfte die Toilette mit Papier, damit das Wasser nicht mehr abfließen konnte. Es sammelte sich auf dem Zellenboden, und der 25-Jährige drückte eifrig den Alarmknopf in seiner Unterkunft. "Er machte sich einen Spaß daraus, die Beamten zu schikanieren", heißt es im Polizeibericht.

Wie der 25-Jährige in der Nacht zum Donnerstag im Polizeiarrest gelandet ist? Ganz einfach: Er folgte gegen 2.30 Uhr einem Pärchen - 27 und 20 Jahre alt - im Hetzenrichter Weg. Dabei redete er wirres Zeug und torkelte mehrfach auf die Straße. Der 27-Jährige hielt den Betrunkenen fest und verständigte die Polizei. Die brachten den renitenten 25-Jährigen - nach Begutachtung durch einen Arzt - in der Zelle unter. Falls durch das Wasser Schaden entstand, muss der junge Mann dafür aufkommen. Auf jeden Fall muss er 150 Euro zahlen: für Untersuchung und Übernachtung.
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