Kepler Gymnasium Weiden: Hochbegabtenklassen im Kompetenzzentrum
Für Schlaue an Schulen

Schüler und Lehrer bei der Arbeit. Gerade unterrichtet Tamara Lax die Hochbegabtenklasse der 7. Jahrgangsstufe. Bild: Hartl

Geistige Genialität bei Kindern ist nicht immer leicht zu erkennen. Hier soll künftig das Kompetenzzentrum für Begabtenförderung helfen. Das Kultusministerium will das "Kepler" als eines von acht Gymnasien in Bayern dazu weiterentwickeln. Profitieren sollen davon alle Schulen in der Region.

Sie heißen Alexander, Sarah, Tim oder Christina und gehen in die 7. Klasse des Kepler-Gymnasiums. So weit, so normal. Doch sie haben einen Intelligenzquotient, der weit über dem Normalwert liegt. "Wobei nicht alle hochbegabten Kinder auch hochleistende Kinder sein müssen", weiß die Klassenleiterin und Koordinatorin der Hochbegabtenklassen am "Kepler", Studienrätin Tamara Lax. Sprich: Schlaufüchse sind nicht automatisch Einserkandidaten. "Sie müssen erst lernen, ihr Potenzial in Leistung umzusetzen." Genau hier setzt das Kultusministerium an und teilt mit: Künftig soll es Kompetenzzentren für die Förderung von begabten Kindern in Bayern geben. Acht an der Zahl. Eines davon liegt in Weiden: Es ist das Kepler-Gymnasium.

Im sechsten Jahr bietet die Schule Hochbegabtenklassen an. "Entsprechend haben wir Erfahrungen gesammelt", betont Lax. Diese sollen nun an Regelklassen innerhalb der eigenen Schule weitergegeben werden. "Es gilt, Begabungen zu erkennen, die Schüler zu coachen, das Lernen zu personalisieren", erläutert Lax. Dafür brauche es sicher auch schulinterne Fortbildungen. Zugleich aber sollen all die Informationen über Begabte auch in andere Schularten in Weiden und der Region - und hier vor allem bis in die Grundschulen - hinein getragen werden. Das kann laut Lax in Form von Hospitationen anderer Lehrer am "Kepler" oder durch entsprechende Fortbildungen für Lehrer anderer Schulen geschehen. "Unterm Strich sollen Lehrer in Sachen Begabtenförderung sensibilisiert werden."

Darüber hinaus will das zuständige Lehrerteam am "Kepler" neben den üblichen Schulberatungsstellen Anlaufstelle werden für Schulen, Eltern und Lehrer, die Fragen zur Begabtenförderung haben. Die zentrale Frage lautet laut Lax übrigens oft: "Wie erkenne ich überhaupt Hochbegabung?" Die wichtigste Antwort hierzu heißt: nicht unbedingt an Noten.

Mehr dazu und zu den Angeboten der ganzen Schule ist am Tag der offenen Tür am Kepler-Gymnasium am Samstag, 14. März, von 9 bis 12 Uhr zu erfahren. Die Anmeldung für die Hochbegabtenklasse ist noch bis Montag, 16. März, möglich.
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