Kepler-Kunstschüler bringen Experimente zu Papier - Ausstellung in "beanery"
Skizzenheft als Wegbegleiter

Bei der Vernissage passten beinahe alle auf eine Couch. Sechs Wochen ist die Ausstellung des Kepler-Kunstseminars im Café "beanery" am Unteren Markt zu sehen. Bild: zpe
Weiden. (zpe) Das W-Seminar des Kepler-Gymnasiums Kunst präsentiert im "beanery" Arbeiten von elf Schülerinnen und Schülern, die sie zum Thema "Kunst & Experiment" angefertigt hatten. Die Kunstwerke sind über das komplette Cafe verteilt. Die Ausstellung läuft sechs Wochen.

Bei der Vernissage stellte Kursleiterin Karina Ertl den Begriff des Experiments in den Raum: Ein unsicherer Versuch? Ein überraschender Zufall? Oder ein Wagnis? Diese Frage versuchte die Gruppe mit ihren Arbeiten zu beantworten. "Man weiß nie, inwieweit man ein Experiment planen kann." Oft stehe am Ende die Überraschung.

"Wir haben in diesem Seminar versucht, dem Ganzen auf die Spur zu kommen", betonte die Kunstpädagogin in Anwesenheit von Oberstudiendirektor Rolf Anderlik und Grünen-Stadtrat Veit Wagner, selbst ehemaliger Lehrer am Kepler-Gymnasium. Die Schüler hätten sich mit der Thematik beschäftigen müssen, ob es wohl genüge, wenn Farbe und Papier zusammenträfen.

Etwas anderer Blick

Oder ob vielleicht ein Waldspaziergang mit dem Fotoapparat in der Hand das Experiment beginnen lasse. Eventuell auch der etwas andere Blick in den Spiegel. Zu Beginn mussten die Schüler ihre Vorstellungen in ein Skizzenheft eintragen, das später dann zum Wegbegleiter werden musste. "Darin haben die Schüler ihre Experimente skizzenhaft festgehalten."

Schließlich musste sich jeder seine eigene künstlerische Position suchen. Etwa nach den Vorbildern des Künstlerduos Fischli & Weiss, Max Ernst, Wassily Kandinsky oder Jackson Pollock. "Hauptsächlich ging es um Künstler des 20. Jahrhunderts." Mit einer Ausnahme: Eine Künstlerin beschäftigte sich mit den Brückenbau-Experimenten von Leonardo da Vinci aus der Renaissance. Zielvorgabe war die Seminararbeit mit rund 15 Seiten Theorie und oft auch mit einem praktischen Ergänzungsteil, der bei der Ausstellung zu sehen ist. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Christoph Singer (Gitarre) und David Meierhöfer (Cajon).
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