"Keplerianer" begeistern mit Radarsystem und 3D-Drucker
Schüler zeigen Ingenieurskunst

Schüler des Projektseminars "Ingenieur/-in gesucht" präsentierten im Kepler-Gymnasium ihre Projektarbeiten. Alle wollen nach dem Abitur ein Ingenieurstudium aufnehmen. Bild: Bühner
(sbü) Oberstudiendirektor Rolf Anderlik ist ein erfahrener Schulleiter. Als er das Projektseminar "Ingenieur/-in gesucht" an seinem Kepler-Gymnasium vorstellte, geriet er ins Schwärmen: "Das ist schon etwas ganz besonderes, kein normales P-Seminar." Bei der öffentlichen Abschlusspräsentation in der Mensa der Schule wurden Beispiele der Schülerarbeiten an Ausstellungsständen gezeigt. Hinter einem der Tische saß Jan Mende.

Er hatte in der 18-monatigen Seminarzeit ein komplettes Radarsystem einschließlich Software konstruiert. Es erfasst alle Gegenstände im Umkreis von 2,5 Metern. Dass es auch funktioniert, zeigte er. Auch Schülersprecher Quirin Braun hob diese Arbeit ganz besonders hervor. Zahlreiche andere Beispiele von Seminararbeiten wurden den Besuchern ebenfalls vorgeführt. Darunter waren ein 3D-Drucker sowie eine Flüssigkeit, die bei schnellem Druck starken Widerstand bietet ("Nicht-Newton'sche Flüssigkeit"). Auch selbstreinigende Produkte aus der Nanotechnologie wurden präsentiert. Damit möglichst viele Jugendliche für ein Ingenieurstudium begeistert werden können, waren auch einige erfahrene Wissenschaftler als Referenten und Gesprächspartner für die Veranstaltung gewonnen worden wie der ehemalige "Keplerianer" Dipl.-Ing. Bernhard Höher, Dr. Ulrich Lettau (Iba AG) und Professor Dr. Bernhard Schmauß von der Universität Erlangen.

Schulleiter Anderlik wies auf den Ingenieurmangel hin, äußerte sich aber besorgt, "dass in der Bildungspolitik der Stellenwert der Naturwissenschaften nicht der ist, um die technischen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft lösen zu können". Anderlik dankte Kollegin Gerlinde Schmauß für die Leitung des Seminars. Auch die Europa-Berufsschule Weiden zählte zu den Ausstellern. Studiendirektor Ferdinand Hagn und Oberstudienrat Karl Siegert zeigten elektronische Schaltungen und informierten über die Vorteile von dualer Ausbildung oder dualem Studium.
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