Keramik-Museum einzigartig

Stefanie Dietz, die Museumsleiterin, stellte den Gästen die "große Göttin", eine 3000 Jahre alte Fruchtbarkeitsgöttin und Göttin der Unsterblichkeit aus dem Iran, als ihre Lieblingskeramik vor.

"Kultur ist der Sauerstoff unserer Seele", zitierte Konstantin Thomas den ehemaligen Weidener Oberbürgermeister Hans Schröpf. Der Vorsitzende des Fördervereins "Die Keramischen" hielt am Ostersonntag die Laudation zur 25-Jahr-Feier des Internationalen Keramik-Museums.

Das Keramik-Museum sei ein Ort, der die Hochschulstadt Weiden um eine wichtige Institution bereichere. "Es fügt sich ein in die lange Tradition der Porzellanstadt Weiden, strahlt auf die Stadt positiv aus und leistet einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in Weiden." Zum 25. Geburtstag gab's erstmals die neuen Jubiläumstassen der Firma Seltmann nach einem Entwurf von Thomas Kühn. Es wurden 250 Stück gefertigt, die zu einem Preis von 25 Euro erhältlich sind.

Lieblingsobjekte vorgestellt

Die ersten Exemplare der Jubiläumstasse gingen an Dr. Josef Straßer von der Neuen Sammlung in München, Museumsleiterin Stefanie Dietz, Konstantin Thomas und seinen Stellvertreter Jürgen Prüll sowie an Museumspädagogin Irene Fritz.

Den ganzen Tag über war das Museum geöffnet. Am Nachmittag gab es eine Malaktion für Kinder mit Dekor-Entwerferin Bärbel Hornung von der Porzellanfabrik Seltmann. Die Kinder konnten eigene Ideen auf Seltmann-Porzellan verwirklichen. Dann veranstaltete Irene Fritz mit ihren Kinderführern ein Suchspiel, das die Besucher quer durch Raum und Zeit begleitete. "Die Keramischen" kredenzten allen Besuchern Kaffee, Tee und Kuchen. Findige Besucher konnten im Museum Ostereier suchen.

Stefanie Dietz und Irene Fritz präsentierten den Jubiläumsgästen ihre Lieblingsexponate. Die Museumsleiterin hatte sich für die "große Göttin" entschieden, eine 3000 Jahre alte Fruchtbarkeitsgöttin und Göttin der Unsterblichkeit aus dem Iran. "Ein sehr seltenes Stück." Das Lieblingsobjekt von Irene Fritz stammt wiederum aus Zypern. "Und das ist ein Napf, ein ganz simpler Napf." Dieser zeige die ganz besondere Schwarzfärbung der Keramik.

Einzigartiges Museum

Thomas erwähnte das Alleinstellungsmerkmal des Keramik-Museums. "Es ist das einzige Zweigmuseum in Bayern, das auch nennenswerte und herausragende eigene Bestände hat." Das Weidener Konzept sei Vorbild und gelte als Vorzeigeprojekt für alle Zweigmuseen. Was Thomas besonders bedeutend fand, ist die Bildungs- und Jugendarbeit im Gebäude. "Das Museum wirkt auf die Menschen, die hierherkommen. Es besitzt Ausstrahlung." In diesem Zusammenhang streifte der Laudator auch die Entwicklung des Waldsassener Kastens, der von den Zisterziensern errichtet worden sei, bis zum jetzigen Museum.

Sein Dank galt ganz besonders dem "Vater" des Museums, Professor Dr. Florian Hufnagl. Im Museum gehe es nicht um "alte, stumme Tonscherben" in vergleichsweise leeren Räumen, sondern ganz im Gegenteil: "Wer hierher kommt, erlebt die Ausstellung als lebendig." Der Schlüssel dafür liege in der Tatsache begründet, dass dieser Ort von Menschen für Menschen gestaltet und geschaffen worden sei.
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